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Erdbebenland Schweiz

Mit seinem digitalen Messnetz registriert der Schweizerische Erdbebendienst in der Schweiz und im nahen benachbarten Ausland durchschnittlich zwei Erdbeben pro Tag beziehungsweise 500 und 800 Erdbeben pro Jahr. In der Regel sind ungefähr 10 bis 15 davon stark genug (ca. Magnitude 2.5 oder grösser), um von der Bevölkerung verspürt zu werden.

Die Erdbeben in der Schweiz sind in erster Näherung die Folge des Aufeinanderprallens der europäischen und der afrikanischen Lithosphärenplatten.

Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern weist die Schweiz eine mittlere Erdbebengefährdung auf, wobei regionale Unterschiede bestehen: Das Wallis ist die Region mit der höchsten Gefährdung, gefolgt von Basel, Graubünden, dem St. Galler Rheintal, der Zentralschweiz und der übrigen Schweiz. Regionen ganz ohne Erdbebengefährdung gibt es in der Schweiz nicht.

Das stärkste historisch dokumentierte Erdbeben in der Schweiz mit einer Magnitude von ungefähr 6.6 ereignete sich 1356 in Basel. Im Durchschnitt ist in der Schweiz alle 50 bis 150 Jahre mit einem Erdbeben mit einer Magnitude von etwa 6 zu rechnen. Ein Erdbeben dieser Stärke ereignete sich zum vorerst letzten Mal im Jahr 1946 bei Sierre im Wallis. Ein solches Beben kann aber überall und jederzeit in der Schweiz auftreten. Das letzte starke Erdbeben, welches Schäden verursacht hat, ereignete sich 1991 bei Vaz im Kanton Graubünden mit einer Magnitude von 5.

Karte der Epizentren aller instrumentell aufgezeichneten Erdbeben von 1975 bis 2015 mit einer Magnitude ab 2.

Häufigkeit

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) registriert in der Schweiz und im nahen benachbarten Ausland durchschnittlich zwei Erdbeben pro Tag beziehungsweise zwischen 500 und 800 Erdbeben pro Jahr. Ungefähr 10 bis 15 davon sind genug stark (ca. Magnitude 2.5 oder grösser), um von der Bevölkerung verspürt zu werden.

Etwa alle 8 bis 15 Jahre kommt es zu einem Erdbeben mit einer Magnitude von mindestens 5. Grössere Erdbeben mit einer Magnitude von 6 oder mehr kommen nur alle 50 bis 150 Jahre vor. Sie sind daher zwar selten, können aber überall und jederzeit in der Schweiz auftreten. Das stärkste historisch dokumentierte Erdbeben in der Schweiz mit einer Magnitude von ungefähr 6.6 ereignete sich 1356 in Basel. Derartige Ereignisse sind innerhalb von 1‘500 Jahren etwa einmal zu erwarten.

Erdbeben lassen sich derzeit nicht vorhersagen. Allerdings besteht die Möglichkeit, für jeden Ort der Schweiz die Wahrscheinlichkeit zu berechnen, mit der eine bestimmte Bodenbeschleunigung innerhalb einer bestimmten Zeitspanne überschritten wird. Damit lässt sich die Schweiz in stärkere und weniger stark gefährdete Gebiete unterteilen. Besonders gefährdet sind das Wallis, Basel, Graubünden, das St. Galler Rheintal und die Zentralschweiz. Regionen ohne Erdbebengefährdung gibt es in der Schweiz nicht.