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Auftrag SED

Die Verifikationsaktivitäten beim Schweizerischen Erdbebendienst erfolgen im Rahmen eines Auftrags, der uns gemeinsam vom Eidgenössischen Departement des Innern und dem Departement für auswärtige Angelegenheiten übertragen wurde. Gemäss diesem Auftrag sehen wir unsere Rolle wie folgt:

  • Betreiben der seismischen Hilfsstation DAVOX mit hoher Zuverlässigkeit und regelmässig kalibrierten Instrumenten.
  • Bereitstellung hochwertiger Daten über die AutoDRM-Schnittstelle auf Anfrage vom IDC; Dokumentation der Leistung durch geeignete Messungen.
  • Automatische Überwachung der Gesundheit unseres Datenarchivs und Benachrichtigung des diensthabenden Seismologen bei Erkennung eines Fehlers.
  • Bereitstellung von Know-how und Informationen aus erster Hand für die Schweizer Regierungsbehörden; Vertretung der Schweiz bei wissenschaftlichen und technischen Konferenzen der Unterzeichnerstaaten im Zusammenhang mit der Einrichtung und dem Betrieb der Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization, CTBTO).
  • Pflege von Kontakten zu anderen nationalen Datenzentren (NDC) und zum internationalen Datenzentrum (IDC) zu Zwecken der Zusammenarbeit (wie gemeinsame wissenschaftliche Projekte, Wissenstransfer und Aufgabenteilung).

Hauptaktivitäten am Schweizerischen nationalen Datenzentrum (NDC)

Die Hauptaktivitäten am schweizerischen nationalen Datenzentrum im Zusammenhang mit der seismischen Verifikation betreffen die Qualitätskontrolle sowie angewandte Forschung zur Verbesserung des Datenaustausches, zur Unterscheidung zwischen Erdbeben und Explosionen und zu den Effekten verschiedener geografischer Koordinatensysteme.

Zudem beteiligen wir uns im Auftrag der Schweiz an Sitzungen der Arbeitsgruppe B am Vienna International Centre (VIC) in Wien.

Beteiligung der Schweiz an der Gruppe wissenschaftlicher Experten (GSE)

Von 1989 bis 1996 beteiligte sich die Schweiz an den Arbeiten der Gruppe wissenschaftlicher Experten (GSE) und war Mitglied verschiedener Arbeitsgruppen (und ist immer noch Mitglied der Arbeitsgruppe Planung der GSETT-3).

Die Abrüstungskonferenz hat die GSE mit der Entwicklung eines Systems zur Erkennung und Identifizierung seismischer Ereignisse beauftragt. Ein solches Versuchssystem ist seit dem 1. Januar 1995 in Betrieb (GSETT-3: Group of Scientific Experts' Technical Test 3). Im Jahr 1996 wurde das GSETT-3-Netz allmählich umgestaltet und dem IMS-Netz angenähert. Seit 1990 hat die GSE ein umfassendes Spektrum an Datenaustauschformaten entwickelt, die auch verbreitet Anwendung für andere seismologische Zwecke finden.

Vom 1. Januar 1995 bis zum 31. Mai 1996 war die 3-Komponenten-Station Alpnach (APL) Teil des GSETT-3-Hilfsnetzes. Im Jahr 1995 rief das internationale Datenzentrum (IDC) über AutoDRM insgesamt 9372 digitale Wellenformen (Seismogramme) von der Schweizer Station ab. Von Mitte April 1996 bis Mitte Februar 2002 war die designierte IMS-Hilfsstation in der Nähe von Davos (Code: DAVOX) Teil des GSETT-3-Netzes. Seit 2003 gehört die zertifizierte Station DAVOX zum internationalen Überwachungssystem (International Monitoring System, IMS).