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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. Seine Aktivitäten sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

Verspürte Erdbeben Schweiz

Lokalzeit
Mag.
Ort
Verspürt?
2017-06-06  09:18 3.3 Schwarzsee FR Verspürt
2017-06-04  20:00 3.6 Lago di Garda I Leicht verspürt
2017-06-02  21:05 3.3 Sion VS Vermutlich nicht verspürt

Aktuelle Erdbeben

Lokalzeit
Magnitude
Ort
2017-06-25 19:06 1.7 ORSIERES VS
2017-06-25 11:44 1.6 DELEMONT JU
2017-06-25 02:12 0.2 Freiburg im Breisgau D
2017-06-21 07:49 0.9 Graechen VS

Erdbebenzähler Schweiz

seit 01.01.2017 
000

Jüngste Erdbeben ab Magnitude 4.5

UTC-Zeit
Mag.
Ort
2017-06-22 02:48:53 4.9 Aegean Sea
2017-06-19 04:55:37 4.5 Greece
2017-06-19 02:19:33 4.5 Greenland Sea
2017-06-17 19:50:04 5.0 NEAR THE COAST OF WESTERN TURKEY
2017-06-17 03:40:37 4.6 Aegean Sea
2017-06-16 23:42:40 4.9 Southern Greece
2017-06-12 12:28:37 6.3 NEAR THE COAST OF WESTERN TURKEY
2017-06-09 20:49:50 5.2 Greenland Sea
2017-06-07 18:25:42 5.1 GEORGIA (SAK'ART'VELO)
2017-06-02 16:09:57 4.6 IRAQ
2017-06-02 06:15:20 4.6 Eastern Caucasus
2017-05-31 20:25:23 4.5 Poland
2017-05-31 13:59:12 4.8 Svalbard, Norway, region

Jüngste Erdbeben ab Magnitude 6

UTC-Zeit
Magnitude
Ort
2017-06-22 12:31:04 6.8 Near coast of Guatemala
2017-06-17 22:26:02 6.1 South of Fiji Islands
2017-06-15 00:26:17 6.0 Kermadec Islands, New Zealand
2017-06-14 07:29:05 6.9 Guatemala
2017-06-12 12:28:37 6.3 NEAR THE COAST OF WESTERN TURKEY
2017-06-02 22:24:47 6.8 Near Islands, Aleutian Islands, United States
2017-05-29 14:35:21 6.6 Sulawesi, Indonesia
2017-05-20 01:06:14 6.0 Negros, Philippine Islands
AKTUELLES

16.06.2017

Ein Erdbebenrisikomodell für die Schweiz

Ein Erdbebenrisikomodell für die Schweiz

Welche Schäden könnten Erdbeben in der Schweiz anrichten? Diese wichtige Frage lässt sich derzeit nur ansatzweise beantworten. Dank des nationalen Erdbebengefährdungsmodells des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) an der ETH Zürich ist zwar bekannt, wo und wie oft mit bestimmten Beben zu rechnen ist und wie starke Erschütterungen sie an einem Standort verursachen. Weitgehend unklar bleibt aber, welche Schäden Erdbeben an Gebäuden und Infrastrukturen anrichten könnten. Der Bundesrat beauftragte nun den SED in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS), diese Lücke zu füllen und bis im Jahr 2022 ein Erdbebenrisikomodell zu erstellen.

Basierend auf der Erdbebengefährdung berücksichtigt das Risikomodell den Einfluss des lokalen Untergrundes sowie die Verletzbarkeit und den Wert von Gebäuden und Infrastrukturen. Es ermöglicht künftig, kantonalen und nationalen Behörden verbesserte Risikoübersichten zu erstellen und darauf basierend ihre Planung zu optimieren. Neben der Prävention dient das Modell im Ereignisfall dazu, rasch abzuschätzen, wo welche Schäden zu erwarten sind. Die Erarbeitung des Modells wird mit Beiträgen des BAFU, des BABS und der ETH finanziert.

Das Massnahmenprogramm Erdbebenrisikomanagement für die Jahre 2017 bis 2020 sieht darüber hinaus folgende Aktivitäten im Bereich Erdbeben vor, die im Detail in der Medienmitteilung des Bundes beschrieben sind:

  • Die institutionalisierte Zusammenarbeit auf Bundesebene sicherstellen.
  • Die Erneuerung der nationalen Erdbebenmessnetze abschliessen.
  • Die Grundlagen zur Gefährdungsabschätzung und zu den Anforderungen an die Erdbebensicherheit verbessern.
  • Das Inventar zur Erdbebensicherheit der wichtigen Bundesbauten im In- und Ausland fertigstellen.
  • Die Qualität des Erdbebenschutzes bei Bauvorhaben der Bau- und Liegenschaftsorgane des Bundes sicherstellen.
  • Grundlagen und Kriterien für die Beurteilung und Behandlung von Anträgen der Kantone für Sonderfinanzhilfen des Bundes im Falle eines Erdbebens erarbeiten.
  • Ein Konzept für den Aufbau und den Betrieb einer Schadenorganisation in Zusammenarbeit mit den Versicherungen und den Kantonen erstellen.

Neben der Erstellung des Erdbebenrisikomodells ist der SED verantwortlich für die Erneuerung der nationalen Erdbebenmessnetze.

14.06.2017

Beginn Öffnung Geothermiebohrloch in Basel

Beginn Öffnung Geothermiebohrloch in Basel

Das Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt hat am 28. März 2017 in Absprache mit den Industriellen Werken Basel (IWB) beschlossen, gegen Ende Juni das Bohrloch wieder zu öffnen, welches im Rahmen des Geothermieprojekts „Deep Heat Mining“ im Jahr 2006 in Basel erstellt wurde.

Der Schweizerische Erdbebendienst SED hat die seismologische Überwachung im Auftrag des Kantons Basel-Stadt und mit Unterstützung von IWB verstärkt. Neben der routinemässigen Überwachung der Seismizität führt der SED täglich eine hoch detaillierte Suche nach Erdbeben im bohrlochnahen Bereich durch und leitet die Ergebnisse automatisch dem Kanton und IWB weiter. Diese Erdbebenmeldungen sind die Grundlage des von IWB definierten Ampelsystems, das eine wichtige Massnahme zur Reduktion des Erdbebenrisikos darstellt. Alle detektierten Erdbeben werden umgehend auf der Seite „Erdbebenliste“ veröffentlicht.

Grund für die Öffnung ist ein Anstieg der Mikrobebenaktivität in unmittelbarer Nähe des Bohrlochs in den vergangenen Monaten. Eine umfangreiche, wissenschaftliche Untersuchung des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) an der ETH Zürich hat ergeben, dass sich die erhöhte Erdbebenaktivität mit grosser Wahrscheinlichkeit durch das Öffnen des Bohrlochs langfristig erneut senken lässt.

Weitere Informationen zum Vorgehen beim Öffnen des Bohrlochs sind der Medienmitteilung des Kantons Basel-Stadt zu entnehmen.

Weitere Hintergrundinformationen zum Geothermieprojekt in Basel finden Sie hier.

06.06.2017

Leicht verspürtes Erdbeben bei Schwarzsee (FR)

Leicht verspürtes Erdbeben bei Schwarzsee (FR)

Am Dienstag, 6. Juni 2017 ereignete sich um 09:18 Uhr (Lokalzeit) in der Nähe von Schwarzsee (FR) ein leichtes Erdbeben mit einer Magnitude von 3.3. Die Einwohner der Gemeinden in einem Umkreis von rund 30 km können das Beben verspürt haben. Auch in den Städten Bern und Fribourg wurde das Beben vereinzelt verspürt. Innerhalb der ersten Stunde nach dem Beben sind von mehr als fünfzig Personen entsprechende Meldungen auf unserer Webseite eingegangen. Schäden sind bei einem Beben dieser Stärke nicht zu erwarten.

Das Erdbeben steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Fribourger Verwerfungszone, einer in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Scherzone, die sich in den Erdbebenkarten als 20-30 km lange, lineare Struktur abzeichnet. Das aktuelle Erdbeben ist Teil dieser linearen Struktur. Im Jahr 1999 ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 4.3 (ML) auf dieser Verwerfungszone, dessen Herdtiefe in nur 2 km Tiefe und somit in den Sedimentgesteinen des Schweizer Molasse Beckens lag (Kastrup et al. 2007).

In der Schweiz ereignen sich jedes Jahr einige Beben mit einer Magnitude grösser als 3. Stärkere Beben mit einer Magnitude von ungefähr 5, die möglicherweise Schäden verursachen, sind nur alle 8 bis 15 Jahre zu erwarten.

02.06.2017

Verspürtes Erdbeben bei Sion (VS)

Verspürtes Erdbeben bei Sion (VS)

Am Freitag, den 2. Juni 2017 ereignete sich um 21:05 Uhr (Lokalzeit) in der Nähe von Sion (VS) ein leichtes Erdbeben mit einer Magnitude von 3.3. Die Einwohner der Stadt Sitten und der umliegenden Gemeinden haben die Erschütterungen deutlich verspürt. Auch in angrenzenden Gebieten der Kantone Bern und Waadt ist das Beben bis in eine Distanz von rund 50 km vereinzelt verspürt worden. Von rund 400 Personen sind entsprechende Meldungen auf unserer Webseite eingegangen. Schäden sind bei einem Beben dieser Stärke nicht zu erwarten. Das letzte Beben mit dieser Stärke in der Region Sion ereignete sich vor gut einem Jahr. Allerdings gab es an der dort aktiven Verwerfung seither Dutzende von Beben unterhalb der menschlichen Wahrnehmungsgrenze. Im gesamten Wallis ereignen sich durchschnittlich etwas mehr als 200 Beben pro Jahr.

THEMEN

Erdbeben

Hilfe, die Erde bebt!

Hilfe, die Erde bebt!

Erdbeben lassen sich nicht vermeiden. Allerdings besteht die Möglichkeit, die zu erwartenden Schäden mit relativ einfachen Mitteln zu verringern. Informieren Sie sich über das empfohlene Verhalten vor, während und nach einem starken Erdbeben.

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Wissen

Erdbebenland Schweiz

Erdbebenland Schweiz

In der Schweiz ereignen sich zwischen 500 und 800 Erdbeben pro Jahr. Ungefähr zehn davon sind genug stark (ca. Magnitude 2.5 oder grösser), um von der Bevölkerung verspürt zu werden. Erfahren Sie mehr über die Naturgefahren mit dem grössten Schadenspotential in der Schweiz.

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Alarmierung

Jederzeit informiert

Jederzeit informiert

Sie möchten stets auf dem Laufenden sein? Hier finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Informationsangebote des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED).

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Wissen

Erdbebengefährdung

Erdbebengefährdung

Erdbeben sind die Naturgefahr mit dem grössten Schadenspotential der Schweiz. Sie lassen sich bisher weder verlässlich vorhersagen noch verhindern. Dank intensiver Forschung ist aber mittlerweile viel darüber bekannt, wie oft und wie stark die Erde an bestimmten Orten in Zukunft beben könnte. Erkunden Sie in unserem interaktiven Webtool anhand unterschiedlicher Karten, wie wahrscheinlich bestimmte Erdbeben in der Schweiz sind.

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Forschung & Lehre

Forschungsfelder

Forschungsfelder

Wir werden oft gefragt, was die Mitarbeitenden des SED machen, wenn es nicht gerade bebt. Die Antwort lautet: Sie forschen. Woran, beleuchten verschiedene Forschungsfelder, die zentrale wissenschaftliche Aktivitäten des SED kurz und bündig beschreiben.

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Über uns

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens informiert der SED Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

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Erdbeben

Erdbebenüberwachung

Erdbebenüberwachung

Durchschnittlich 10-mal pro Jahr spürt, hört oder liest man, dass sich in der Schweiz Erdbeben ereignen. Die meisten Beben, die der Erdbebendienst jährlich aufzeichnet, bleiben aber von der Bevölkerung unbemerkt. Sie liegen unter der Spürbarkeitsgrenze und können nur mit sensiblen Messgeräten erfasst werden. Der Schweizerische Erdbebendienst betreibt ein Messnetz mit über 150 seismischen Stationen über die ganze Schweiz verteilt.

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Produkte & Software

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Zugang zu seismischen Daten und verschiedenen Softwareapplikationen finden Sie auf unserer Produktseite.

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