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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. Seine Aktivitäten sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

Verspürte Erdbeben Schweiz

Lokalzeit
Mag.
Ort
Verspürt?
2017-09-20 03:43 2.5 Breil/Brigels GR Leicht verspürt
2017-09-14 21:16 2.5 CHATEAU-D'OEX VD Verspürt
2017-09-10 20:00 3.7 6 km N Morfasso (PC) Vermutlich nicht verspürt
2017-09-08 07:46 1.6 Goeschenen UR Vermutlich nicht verspürt
2017-09-06 14:22 3.8 Bolzano I Vermutlich nicht verspürt
2017-09-06 14:22 3.8 Belluno I Vermutlich nicht verspürt
2017-09-03 11:15 3.4 Lago di Garda I Vermutlich nicht verspürt

Aktuelle Erdbeben

Lokalzeit
Magnitude
Ort
2017-09-24 23:48 1.9 Binn VS
2017-09-24 13:22 1.2 Bourg-Saint-Pierre VS
2017-09-23 22:01 0.2 Chamonix F
2017-09-23 07:26 0.6 Chamonix F

Erdbebenzähler Schweiz

seit 01.01.2017 
000

Aktuelle Erdbeben ab Magnitude 4.5

UTC-Zeit
Mag.
Ort
2017-09-22 04:20:21 4.5 NEAR THE COAST OF WESTERN TURKEY
2017-09-11 16:20:15 5.0 Greece
2017-09-08 06:32:12 4.7 Norwegian Sea
2017-09-01 16:48:33 5.0 EASTERN MEDITERRANEAN SEA
2017-08-27 23:14:59 4.5 NORTHWESTERN IRAN
2017-08-27 04:59:09 4.5 GREENLAND SEA
2017-08-24 09:14:11 4.6 Western Caucasus
2017-08-23 13:42:54 5.6 IRAN-IRAQ BORDER REGION
2017-08-21 14:44:56 4.5 Svalbard region
2017-08-18 10:18:46 4.5 IRAQ
2017-08-18 03:46:51 4.6 Crete, Greece
2017-08-16 15:53:28 4.8 Southern Greece
2017-08-15 14:50:52 4.8 NORTHERN ALGERIA

Aktuelle Erdbeben ab Magnitude 6

UTC-Zeit
Magnitude
Ort
2017-09-23 12:53:02 6.1 Oaxaca, Mexico
2017-09-23 12:52:22 6.0 northern East Pacific Rise
2017-09-20 20:09:49 6.4 Vanuatu Islands
2017-09-20 16:37:16 6.1 Off east coast of Honshu, Japan
2017-09-20 01:43:30 6.1 Auckland Islands, New Zealand, region
2017-09-19 18:14:38 7.1 Central Mexico
2017-09-08 04:49:21 8.1 Near coast of Chiapas, Mexico
2017-09-07 17:26:49 6.1 Bonin Islands, Japan, region
AKTUELLES

14.09.2017

Mit SRF „Einstein“ im Epizentrum

Wenn das gesamte Mobiliar eines Wohnzimmers zu Bruch geht, sind auch gestandene Seismologen erschüttert. Beim geschilderten Erdbeben ist dank einer sorgfältigen Vorbereitung im Erdbebensimulator des CPPS nochmals alles gut ausgegangen, wie die SRF Sendung „Einstein“ zum Thema zeigt. Neben diesem erschütternden Erlebnis befasst sich die Sendung mit kurz- und längerfristigen Massnahmen, um die Auswirkungen von Erdbeben einzudämmen. Im Zentrum steht neben einer erdbebengerechten Bauweise die Erdbebenfrühwarnung. Ein solches Frühwarnsystem wird derzeit mit Unterstützung der DEZA vom Schweizerischen Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Partnerorganisationen in Nicaragua aufgebaut.

12.09.2017

Vorbereitet, um das Innenleben von Mars zu erforschen

Vorbereitet, um das Innenleben von Mars zu erforschen

Der Start der InSight Mission ist für das Frühjahr 2018 vorgesehen. Sie wird nach sechsmonatiger Reise ein Seismometer auf dem Mars platzieren. Wissenschaftler der ETH Zürich aus der Gruppe Seismology and Geodynamics (SEG) und dem Schweizerischen Erdbebendienst (SED) beteiligen sich am Marsbebendienst, der die aufgezeichneten, seismischen Signale auswertet. Die gesammelten Daten helfen dabei, mehr über das Innenleben des Planeten zu erfahren.

 

Mit nur einem Seismometer ist dies aber keine leichte Aufgabe. Im Unterschied zur Erde, wo die Seismologen auf zahlreiche Stationen zurückgreifen können, um den Ursprung einer Erschütterung zu ermitteln, fehlt es auf dem Mars an Referenzpunkten. In Vorbereitung auf die Mission sind daher Wissenschaftler mit Erfahrung im Bereich Erdbebenlokalisierung- und charakterisierung eingeladen, ihr Wissen im Rahmen eines Tests einzubringen.

Weitere Informationen zum Test sind auf Englisch erhältlich.

08.09.2017

Erdbeben vor der Küste Mexikos

Am Freitag, 8. September 2017, um 6:49 Uhr (MEZ) hat sich im Pazifischen Ozean rund 70 km südwestlich der mexikanischen Küste (Region Chiapas) ein Erdbeben mit einer Magnitude von 8.1 ereignet. Laut dem amerikanischen Geologischen Institut (US Geological Survey) lag der Ursprung des Bebens in einer Tiefe von 70 km. Das Beben wurde in weiten Teilen Mexikos, Guatemalas, El Salvador, Belize und Honduras verspürt. Aufgrund der Stärke und der Tiefe des Bebens sowie der Distanz des Epizentrums zur Küste ist in den Küstengebieten Mexikos und Guatemalas mit grossen Schäden zu rechnen. Auch im Landesinnern Mexikos und Guatemalas sind verbreitet Schäden zu erwarten. Mexiko und andere zentralamerikanische Länder sind immer wieder von grossen Erdbeben betroffen. Im Umkreis von 250 km um das aktuelle Beben ereigneten sich in den letzten hundert Jahren acht weitere Beben mit einer Magnitude grösser als 7.0. Das letzte zerstörerische Beben in Mexiko ereignete sich im Jahr 1985 mit einer Magnitude von 8. Damals waren über 10‘000 Todesfälle zu beklagen.

Das Erdbeben vom Freitagmorgen löste auch eine Tsunamiwarnung aus. Die bisher gemessenen Tsunamiwellen an der Küste Mexikos betrugen bis zu einem Meter (www.tsunami.gov). Das schliesst jedoch nicht aus, dass es an Orten ohne Messinstrumente nicht noch grössere Wellen gegeben haben könnte.

An der Küste Mexikos schiebt sich die Cocos-Platte unter die nordamerikanische Platte. Diese relative Bewegung der beiden Platten führt zu grossen Spannungen, die sich immer wieder in Form von Erdbeben entladen. Das aktuelle Beben wird nach bisherigen Auswertungen als Abschiebung auf einer steil einfallenden Bruchfläche klassifiziert (USGS, https://earthquake.usgs.gov/). Zusammen mit der Tiefe des Bebens deutet dies darauf hin, dass das Beben nicht direkt auf der Grenze zwischen Cocos- und nordamerikanischer Platte lag, sondern in grösserer Tiefe innerhalb der Cocos-Platte verursacht wurde.

Das Erdbeben in Mexiko wurde auch in der Schweiz von den Messstationen des SED registriert. Dies führte dazu, dass für ein kleines Erdbeben bei Göschenen (UR) um 07:46 Uhr mit einer Magnitude von 1.6 zuerst eine Magnitude von 3.0 automatisch berechnet wurde. Kurz darauf wurde dieser Fehlalarm infolge der manuellen Auswertung auf eine Magnitude von 1.6 korrigiert. Für die zu hohe Einschätzung der automatischen Berechnung sind Wellen des Bebens in Mexiko verantwortlich, die auch eine Stunde nach dem Beben in Zentralamerika in der Schweiz immer noch registriert wurden. Dadurch wurden die zeitgleich registrierten Ausschläge des Bebens bei Göschenen als zu gross bestimmt.

Bild links: Intensitätskarte des Bebens in Mexiko mit einer Magnitude von 8.1 (USGS). An der Küste Mexikos erreichten die Erschütterungen eine maximale Intensität von VIII bis IX. Das Beben führte aber auch im Landesinnern von Mexiko und in Guatemala zu starken Erschütterungen. Bild rechts: Wellenformen des Magnitude 1.6 Göschenen Bebens überlagert von Oberflächenwellen des Magnitude 8.1 Mexiko-Bebens. Diese Überlagerung hat zu einer falschen automatischen Magnitudenbestimmung (Magnitude 3) für das Göschenen Beben geführt.

03.09.2017

Möglicher Nukleartest in Nordkorea

Seismometer weltweit haben am 3. September 2017 kurz nach 03:30 Uhr morgens (UTC) Signale aufgezeichnet, die auf eine starke Explosion in der Nähe des nordkoreanischen Atomtestgeländes hindeuten. Auch an der Station DAVOX des Schweizerischen Erdbebendienstes an der ETH Zürich sind die Signale deutlich zu sehen. Sie ist Teil des internationalen Überwachungssystems der CTBTO (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization). Die CTBTO ist die Vertragsorganisation des Atomwaffenteststoppvertrags und betreibt ein weltweites Überwachungsnetz zur Detektion möglicher Atomtests.

Nach einer ersten vorläufigen Analyse hatte das Ereignis eine seismische Magnitude von 6.3 (Mb). Es ist damit um eine Magnitudenstufe stärker als der letzte Nukleartest von Nordkorea vom 9. September 2016. Ob es sich bei der aufgezeichneten Explosion tatsächlich um einen Nukleartest handelt und ob die Sprengung in diesem Fall mit einer Wasserstoffbombe oder einem konventionellen Nukleartest herbeigeführt wurde, lässt sich aus den seismischen Signalen nicht ermitteln.

Die Abbildung zeigt die Seismogramme der starken Explosion aufgezeichnet an der Station DAVOX.
THEMEN

Erdbeben

Hilfe, die Erde bebt!

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Erdbeben lassen sich nicht vermeiden. Allerdings besteht die Möglichkeit, die zu erwartenden Schäden mit relativ einfachen Mitteln zu verringern. Informieren Sie sich über das empfohlene Verhalten vor, während und nach einem starken Erdbeben.

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Wissen

Erdbebenland Schweiz

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In der Schweiz ereignen sich zwischen 500 und 800 Erdbeben pro Jahr. Ungefähr zehn davon sind genug stark (ca. Magnitude 2.5 oder grösser), um von der Bevölkerung verspürt zu werden. Erfahren Sie mehr über die Naturgefahren mit dem grössten Schadenspotential in der Schweiz.

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Alarmierung

Jederzeit informiert

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Sie möchten stets auf dem Laufenden sein? Hier finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Informationsangebote des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED).

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Wissen

Erdbebengefährdung

Erdbebengefährdung

Erdbeben sind die Naturgefahr mit dem grössten Schadenspotential der Schweiz. Sie lassen sich bisher weder verlässlich vorhersagen noch verhindern. Dank intensiver Forschung ist aber mittlerweile viel darüber bekannt, wie oft und wie stark die Erde an bestimmten Orten in Zukunft beben könnte. Erkunden Sie in unserem interaktiven Webtool anhand unterschiedlicher Karten, wie wahrscheinlich bestimmte Erdbeben in der Schweiz sind.

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Forschung & Lehre

Forschungsfelder

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Wir werden oft gefragt, was die Mitarbeitenden des SED machen, wenn es nicht gerade bebt. Die Antwort lautet: Sie forschen. Woran, beleuchten verschiedene Forschungsfelder, die zentrale wissenschaftliche Aktivitäten des SED kurz und bündig beschreiben.

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Über uns

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens informiert der SED Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

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Erdbeben

Erdbebenüberwachung

Erdbebenüberwachung

Durchschnittlich 10-mal pro Jahr spürt, hört oder liest man, dass sich in der Schweiz Erdbeben ereignen. Die meisten Beben, die der Erdbebendienst jährlich aufzeichnet, bleiben aber von der Bevölkerung unbemerkt. Sie liegen unter der Spürbarkeitsgrenze und können nur mit sensiblen Messgeräten erfasst werden. Der Schweizerische Erdbebendienst betreibt ein Messnetz mit über 150 seismischen Stationen über die ganze Schweiz verteilt.

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