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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. Seine Aktivitäten sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

Verspürte Erdbeben Schweiz

Lokalzeit
Mag.
Ort
Verspürt?
2018-05-28 01:32 2.1 Friedrichshafen D Vermutlich nicht verspürt

Aktuelle Erdbeben

Lokalzeit
Magnitude
Ort
2018-06-21 15:21 0.6 Sion VS
2018-06-21 13:00 0.8 Muellheim D
2018-06-21 12:50 1.0 Muellheim D
2018-06-21 09:07 1.3 Lenzerheide GR
2018-06-21 06:41 0.5 Les Diablerets VD
2018-06-20 20:18 1.2 Courmayeur I

Erdbebenzähler Schweiz

seit 01.01.2018 
000

Aktuelle Erdbeben ab Magnitude 4.5

UTC-Zeit
Mag.
Ort
2018-06-18 15:32:46 5.2 Turkey
2018-06-17 16:11:39 4.5 Greenland Sea
2018-06-14 15:42:21 4.5 EASTERN TURKEY
2018-06-14 15:04:52 4.7 Iceland
2018-06-05 18:40:28 5.3 AZERBAIJAN
2018-06-05 18:09:00 4.9 Svalbard, Norway, region
2018-06-05 08:52:39 4.9 Southern Greece
2018-05-30 10:31:05 4.9 GREENLAND SEA
2018-05-30 10:30:43 5.3 Greenland Sea
2018-05-27 04:45:21 4.5 WESTERN IRAN
2018-05-22 00:32:01 4.5 IRAN-IRAQ BORDER REGION
2018-05-21 00:19:03 5.2 Central Mediterranean S
2018-05-21 00:18:36 5.1 Tunisia

Aktuelle Erdbeben ab Magnitude 6

UTC-Zeit
Magnitude
Ort
2018-06-21 21:13:32 6.1 Vanuatu Islands
2018-05-18 01:52:45 6.0 North Pacific Ocean
2018-05-18 01:45:31 6.1 South of Kermadec Islands
2018-05-17 21:42:35 6.2 South of Kermadec Islan
2018-05-09 10:41:45 6.2 Afghanistan-Tajikistan border region
2018-05-09 10:41:07 6.2 SOUTHWESTERN KASHMIR
2018-05-09 07:57:54 6.0 New Britain, Papua New Guinea, region
2018-05-05 06:19:05 6.1 Luzon, Philippine Islands
AKTUELLES

16.05.2018

Zwei Beben in der Nähe von Châtel-St-Denis

Zwei Beben in der Nähe von Châtel-St-Denis

Am Dienstag, dem 15. Mai 2018, hat sich um 17:30 Uhr (Lokalzeit) in der Nähe von Châtel-St-Denis (FR) in einer Tiefe von ungefähr 5 km ein erstes Erdbeben der Magnitude 3.1 ereignet.

Die Erschütterungen waren vorwiegend in der Umgebung von Châtel-St-Denis bis hin nach Vevey gut zu spüren. Da sich das Beben relativ nahe der Erdoberfläche ereignet hat, wurde es vor allem im Gebiet des Epizentrums relativ deutlich verspürt. Die Anzahl der Erdbebenmeldungen nahm entsprechend mit der Distanz ab. In den vergangenen Jahren haben sich in der Umgebung von Châtel-St-Denis keine grösseren Beben oder Erdbebenschwärme ereignet. Dies im Unterschied zum weiter östlich gelegenen Château-d’Oex, wo in den vergangenen Monaten zahlreiche Beben aufgetreten sind. Einen Zusammenhang zwischen dem Beben von Châtel-St-Denis und denjenigen von Château-d’Oex besteht aber nicht. Bei einem Beben dieser Stärke sind keine Schäden zu erwarten.

Am Mittwoch, dem 16. Mai 2018, hat sich um 11:32 Uhr ein zweites Beben ereignet. Die Magnitude war mit 2.9 leicht schwächer. Das Epizentrum dieses Bebens liegt am selben Ort wie jenes des ersten (etwas 2 km südwestlich von Châtel-St-Denis). Das zweite Beben ereignete sich aber vermutlich noch ein bisschen näher an der Erdoberfläche.

05.05.2018

Start der Marsmission InSight geglückt

Start der Marsmission InSight geglückt

Die NASA-Rakete mit dem InSight Lander an Bord hat am 5. Mai 2018 erfolgreich irdischen Boden verlassen. Nachdem sie von Vandenberg (Kalifornien) zuerst Kurs in Richtung Süden aufgenommen hatte, trennte sich InSight nach etwa eineinhalb Stunden von der Trägerrakete und richtete seine Flugbahn zum Mars aus. Nach gut sechs Monaten und 485 Million Kilometern wird der Lander am 26. November 2018 auf dem roten Planeten ankommen. InSight wird die erste Mission sein, die tief unter die Marsoberfläche blickt und das Innere des Planeten untersucht, indem sie die Wärmeabgabe des Planeten misst sowie auf Marsbeben lauscht.

Mit dem Ziel Marsbeben zu messen, wird der InSight Lander das Seismometer «SEIS» auf dem Mars platzieren. Sobald Daten von SEIS an der ETH Zürich eintreffen, werten Seismologinnen und Seismologen des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) und der Gruppe für Seismologie und Geodynamik (SEG) diese im Rahmen ihrer Routinearbeit aus. Mit nur einem Seismometer ist dies aber keine leichte Aufgabe. Im Unterschied zur Erde, wo die Seismologen auf zahlreiche Stationen zurückgreifen können, um den Ursprung einer Erschütterung zu ermitteln, fehlt es auf dem Mars an Referenzpunkten. Aus diesem Grund wird besonders darauf geachtet, auch den schwächsten Signalen möglicher Marsbeben, Meteoriteneinschläge oder auch kleiner Tornados so viel Information wie möglich zu entnehmen. Die Mitarbeitenden des Marsbebendienstes kombinieren dazu Methoden aus der Frühzeit der Seismologie, als es auch auf der Erde nur einzelne Seismometer gab, mit modernen Analyseverfahren zur Lokalisierung der seismischen Ereignisse.

Von den Ergebnissen der InSight-Mission erhofft man sich Erkenntnisse über eine der fundamentalen Fragen der Planeten- und Sonnensystemforschung: Man möchte die Prozesse besser verstehen, die vor mehr als vier Milliarden Jahren die erdähnlichen Planeten des inneren Sonnensystems (einschliesslich der Erde) haben entstehen lassen.

Erfahren Sie mehr über die InSight Mission und die Aktivitäten der ETH www.insight.ethz.ch

Schauen Sie, was unsere Mars-Forschenden über die Insight Mission berichten

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26.04.2018

Menschgemacht oder nicht? Untersuchung des Magnitude 5.5 Erdbebens von Pohang in Südkorea

Menschgemacht oder nicht? Untersuchung des Magnitude 5.5 Erdbebens von Pohang in Südkorea

Eine jüngst in Science veröffentlichte Studie untersucht, ob eine Verbindung zwischen einem Erdbeben der Magnitude 5.5 in Südkorea und einem nahegelegenen Geothermieprojekt besteht. Verfasst wurde der Beitrag von einem Team des Schweizerischen Erdbebendienstes an der ETH Zürich unter Mitwirkung der Gruppe Ingenieurgeologie der ETH, des GFZ Potsdam und der Universität Glasgow. Bei dem Erdbeben, das sich am 15. November 2017 ereignete, wurden etwa 80 Menschen verletzt und zahlreiche Gebäude in der Stadt Pohang beschädigt. Sollte sich herausstellen, dass es sich dabei um ein menschgemachtes Beben handelt, wäre es das bisher grösste bekannte in Zusammenhang mit der Energiegewinnung aus Tiefengeothermie.

Seismogramme von induzierten Erdbeben unterscheiden sich in der Regel nicht von denen natürlicher Erdbeben. Untersuchungen dazu konzentrieren sich daher auf eine Reihe von Indikatoren und berücksichtigen unter anderem den Ort der Beben, ihre Tiefe sowie die im Untergrund vorgenommenen Stimulationsmassnahmen. Basierend auf der Analyse von öffentlich zugänglichen kontinuierlichen Wellenformdaten sowie geodätischen Satellitendaten leistet diese Studie einen Beitrag, um besser zu verstehen, ob es sich beim Pohang Beben um ein natürliches oder um menschgemachtes Ereignis handelt.

Die Studie zeigt, dass sich das Hauptbeben und seine grössten Nachbeben im Abstand von 2 km oder weniger vom Standort des Geothermieprojekts ereigneten. Ihre Epizentren liegen zudem nicht mehr als 1.5 km von einem induzierten Beben entfernt, das im April 2017 während einer der Stimulationskampagnen aufgetreten ist. Eine koreanische Studie, die zeitgleich in Science erschien, bestätigt diese Lokalisierungen. In der Regel gilt: Die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenhangs ist umso grösser, je kleiner die Distanz einer Erdbebensequenz zu einem Geothermieprojekt ausfällt, je näher die Sequenz an vorangehender, damit zusammenhängender seismischer Aktivität liegt und je geringer der zeitliche Abstand zu den Stimulationsmassnahmen im Untergrund ist. Sowohl das Hauptbeben als auch die vom 15. bis zum 30. November 2017 detektierten 46 Nachbeben ereigneten sich in Tiefen von 3 bis 7 Kilometern, was verglichen mit zuvor aufgezeichneten, natürlichen Beben in der Region ausserordentlich gering ist. Die Analyse der Satellitendaten zeigt, dass das Hauptbeben die Erdoberfläche permanent um bis zu 4 cm verschoben hat. Dies deutet darauf hin, dass die nun aktivierte und bisher unbekannte Störung eine sehr oberflächennahe und steil einfallende Überschiebung ist, die direkt unterhalb des Bohrlochendes verläuft.

Diese Hinweise zusammengenommen, legen den Schluss nahe, dass vermutlich ein Zusammenhang zwischen dem Geothermieprojekt und dem Beben besteht. Allerdings ereignete sich das Hauptbeben erst zwei Monate nach Abschluss der letzten Stimulationsmassnahmen. Bislang fehlt ein quantitatives Model, welches einen Kausalzusammenhang zwischen den Stimulationsmassnahmen und diesem Ereignis herstellt. Die koreanische Regierung hat eine unabhängige Expertenkommission einberufen, um alle Hinweise zu prüfen und zu untersuchen, ob das Beben durch die nahegelegene Stimulation ausgelöst worden sein könnte. Gemäss unserem Kenntnisstand wird die Kommission zu diesem Zweck alle verfügbaren Daten und Modelle (erneut) analysieren und bewerten. Miteinbezogen werden mikroseismische Daten, Injektionsvolumen, Druckverläufe im Reservoir und detaillierte hydrologische und geologische Daten. Sie sind wesentlich, um die Zusammenhänge zwischen den Stimulationsmassnahmen und der Erdbebensequenz verstehen zu können.

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich hat die Öffentlichkeit im Rahmen eines Berichts über bewährte Strategien im Umgang mit induzierten Seismizität im November 2017 zum ersten Mal über das Erdbeben in Pohang informiert (siehe SED News). Gleichzeitig hatte Geo-Energie Suisse AG den Kanton Jura in Kenntnis gesetzt. Auf dessen Gebiet liegt das momentan einzige petrothermale Tiefengeothermieprojekt (EGS), welches in der Schweiz eine Baubewilligung beantragt hat. Der Kanton Jura hat daraufhin die Geo-Energie Suisse AG angewiesen, mögliche Auswirkungen für das geplante Geothermieprojekt in Haute-Sorne einzuschätzen. Ein vertieftes Verständnis der Ereignisse in Pohang ist zentral, um künftig sicher und nachhaltig geothermische Energie gewinnen zu können.

19.04.2018

Bundesrat bewilligt neues Massnahmenpaket zum Schutz vor Naturgefahren

Bundesrat bewilligt neues Massnahmenpaket zum Schutz vor Naturgefahren

Im Rahmen des Projekts «Optimierung von Warnung und Alarmierung bei Naturgefahren» (OWARNA) verbessern Bund und Kantone seit 2010 laufend ihre Zusammenarbeit sowie Vorhersagen, Warnungen und Informationen bei Naturereignissen wie Hochwasser, Sturm, Lawinen oder Erdbeben. Die zuständigen Fachstellen des Bundes koordinieren ihre Anstrengungen im Lenkungsausschuss «Intervention Naturgefahren» (LAINAT). Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18. April 2018 den neuesten OWARNA-Bericht zur Kenntnis genommen und für die Periode von 2019 bis 2023 entsprechende Ressourcen bewilligt. Neben der Fortführung der bisherigen Massnahmen steht in den nächsten Jahren vor allem die Anpassung und Weiterentwicklung von Produkten und Warnungen zu klimatischen Gefahren im Vordergrund.

THEMEN

Erdbeben

Hilfe, die Erde bebt!

Hilfe, die Erde bebt!

Erdbeben lassen sich nicht vermeiden. Allerdings besteht die Möglichkeit, die zu erwartenden Schäden mit relativ einfachen Mitteln zu verringern. Informieren Sie sich über das empfohlene Verhalten vor, während und nach einem starken Erdbeben.

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Wissen

Erdbebenland Schweiz

Erdbebenland Schweiz

In der Schweiz ereignen sich zwischen 1'000 und 1'500 Erdbeben pro Jahr. Von der Bevölkerung tatsächlich verspürt werden etwa 10 bis 20 Beben jährlich. Diese weisen in der Regel Magnituden von 2.5 oder mehr auf. Im langjährigen Durchschnitt ereignen sich 23 Beben pro Jahr mit einer Magnitude von 2.5 oder grösser. Erfahren Sie mehr über die Naturgefahren mit dem grössten Schadenspotential in der Schweiz.

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Alarmierung

Jederzeit informiert

Jederzeit informiert

Sie möchten stets auf dem Laufenden sein? Hier finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Informationsangebote des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED).

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Wissen

Erdbebengefährdung

Erdbebengefährdung

Erdbeben sind die Naturgefahr mit dem grössten Schadenspotential der Schweiz. Sie lassen sich bisher weder verlässlich vorhersagen noch verhindern. Dank intensiver Forschung ist aber mittlerweile viel darüber bekannt, wie oft und wie stark die Erde an bestimmten Orten in Zukunft beben könnte. Erkunden Sie in unserem interaktiven Webtool anhand unterschiedlicher Karten, wie wahrscheinlich bestimmte Erdbeben in der Schweiz sind.

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Forschung & Lehre

Forschungsfelder

Forschungsfelder

Wir werden oft gefragt, was die Mitarbeitenden des SED machen, wenn es nicht gerade bebt. Die Antwort lautet: Sie forschen. Woran, beleuchten verschiedene Forschungsfelder, die zentrale wissenschaftliche Aktivitäten des SED kurz und bündig beschreiben.

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Über uns

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens informiert der SED Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

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Erdbeben

Erdbebenüberwachung

Erdbebenüberwachung

10 bis 20-mal pro Jahr spürt, hört oder liest man, dass sich in der Schweiz Erdbeben ereignen. Die meisten Beben, die der Erdbebendienst jährlich aufzeichnet, bleiben aber von der Bevölkerung unbemerkt. Sie liegen unter der Spürbarkeitsgrenze und können nur mit sensiblen Messgeräten erfasst werden. Der Schweizerische Erdbebendienst betreibt ein Messnetz mit über 150 seismischen Stationen über die ganze Schweiz verteilt.

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Produkte & Software

Zugang zu seismischen Daten und verschiedenen Softwareapplikationen finden Sie auf unserer Produktseite.

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