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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. Seine Aktivitäten sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

Verspürte Erdbeben Schweiz

Lokalzeit
Mag.
Ort
Verspürt?
2018-12-15 01:21 2.5 Saas Fee VS Leicht verspürt
2018-11-23 01:52 2.5 Sion VS Leicht verspürt
2018-11-21 18:08 3.8 Bourg-en-Bresse F Vermutlich nicht verspürt

Aktuelle Erdbeben

Lokalzeit
Magnitude
Ort
2018-12-15 23:21 2.2 Santa Maria GR
2018-12-15 19:12 2.5 Leukerbad VS
2018-12-15 05:55 0.5 Sanetschpass VS
2018-12-15 05:53 0.5 Sanetschpass VS

Erdbebenzähler Schweiz

seit 01.01.2018 
000

Aktuelle Erdbeben ab Magnitude 4.5

UTC-Zeit
Mag.
Ort
2018-12-13 06:26:41 4.9 Ionian Sea
2018-12-09 03:24:10 4.7 Iran-Iraq border region
2018-12-08 18:59:56 4.5 Crete, Greece
2018-12-07 06:25:31 4.6 Crete, Greece
2018-11-29 13:16:20 4.6 IRAN-IRAQ BORDER REGION
2018-11-29 00:23:01 4.6 IONIAN SEA
2018-11-27 23:16:11 4.9 Dodecanese Islands, Greece
2018-11-27 06:36:39 4.8 IRAN-IRAQ BORDER REGION
2018-11-26 01:19:48 4.9 IRAN-IRAQ BORDER REGION
2018-11-26 00:38:40 5.0 IRAN-IRAQ BORDER REGION
2018-11-25 23:00:50 4.8 IRAN-IRAQ BORDER REGION
2018-11-25 17:09:36 5.2 IRAN-IRAQ BORDER REGION
2018-11-25 16:37:31 6.3 IRAN-IRAQ BORDER REGION

Aktuelle Erdbeben ab Magnitude 6

UTC-Zeit
Magnitude
Ort
2018-12-12 13:13:57 6.3 Pacific-Antarctic Ridge
2018-12-11 02:26:32 7.1 South Sandwich Islands region
2018-12-06 06:09:46 6.0 Federated States of Micronesia region
2018-12-05 06:43:04 6.6 Southeast of Loyalty Islands
2018-12-05 04:18:08 7.5 Southeast of Loyalty Islands
2018-12-05 04:14:36 6.0 Southeast of Loyalty Islands
2018-12-01 13:27:21 6.3 Banda Sea
2018-11-30 17:29:28 7.0 Southern Alaska, United States
AKTUELLES

26.11.2018

InSight ist auf dem Mars gelandet!

InSight ist auf dem Mars gelandet!

Am 26. November 2018 war es soweit, InSight ist erfolgreich auf der Elysium-Ebene gelandet! Das ist keine Selbstverständlichkeit. Die Landung gelang nur dank zuvor erprobten Technologien, die perfekt zusammenspielten. Hinzu kommt, dass InSight im Vergleich zu früheren Marsmissionen zusätzliche Schwierigkeiten überwinden musste: sie trat langsamer in die Atmosphäre ein, war schwerer, landete an einem geografisch höher gelegenen Punkt und zu einem ungünstigeren Zeitpunkt, der ein grosses Risiko für Sandstürme birgt. Die gesamte Landung ab Eintritt in die Atmosphäre dauerte sechs Minuten. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Mission bereits einen Weg von ca. 483 Millionen Kilometern zurückgelegt und 205 Tage im Weltraum verbracht.

Die erfolgreiche Landung ist ein wichtiger Meilenstein, um die wissenschaftlichen Ziele der Mission zu erfüllen. Wir interessieren uns vor allem für die Entstehung und Entwicklung des Mars und für seinen inneren Aufbau. Wir können es daher kaum erwarten, bis das Seismometer auf der Marsoberfläche abgesetzt ist und erste Messdaten eintreffen, welche wir zusammen mit Forschenden des Instituts für Geophysik dann umgehend auswerten werden. Damit ist InSight auch der Start zu einer neuen Ära: Zum ersten Mal werden wissenschaftliche Daten zu den eben genannten Themen gesammelt und es wird gespannt auf die ersten Ergebnisse gewartet. Wenn alles nach Plan verläuft, werden erste Marsbebendaten anfangs Januar übermittelt.

Haben Sie es verpasst? Hier können Sie die Landung erneut anschauen.

03.11.2018

Erdbeben bei Martigny

Erdbeben bei Martigny

Am Samstag, dem 3. November 2018 hat sich um 01:20 Uhr (Lokalzeit) südlich von Martigny (VS) in einer Tiefe von ca. 10 km ein Erdbeben der Magnitude 2.9 ereignet.

Die Erschütterungen waren im Unterwallis, vorwiegend im Gebiet um Martigny, bis Saxon und Collonges gut zu spüren. Zudem haben auch im unteren Rhonetal bis Aigle einige Personen das Beben wahrgenommen. Dies aufgrund seiner Bodenbeschaffenheit (weiche Sedimente) und der damit verbundenen Verstärkung der Erdbebenwellen. Bei einem Erdbeben dieser Stärke sind in der Regel keine Schäden zu erwarten.

Die Region um Martigny wurde bereits am 23. August dieses Jahres von einem Erdbeben am Dent de Morcles mit der Magnitude von 3.2 erschüttert (siehe Aktuellbeitrag vom 23.08.2018). Solche Erschütterungen sind für diese Region nichts Ungewöhnliches, ist das Wallis doch der Kanton mit der höchsten Erdbebenaktivität in der Schweiz.

23.10.2018

Neue Verfahren im Test, um induzierte Seismizität zu kontrollieren

Neue Verfahren im Test, um induzierte Seismizität zu kontrollieren

Wie lassen sich induzierte Erdbeben, die bei der Nutzung der Tiefengeothermie auftreten können, am besten überwachen, vorhersagen und so weit wie möglich kontrollieren? Dieser Frage geht der Schweizerische Erdbebendienst an der ETH Zürich im Rahmen des soeben gestarteten Projekts «COSEISMIQ» in der Nähe von Reykjavik nach. Antworten darauf zu finden, ist für alle gegenwärtigen und künftigen Geothermiestandorte von Bedeutung, nach den induzierten Beben bei Basel und St. Gallen insbesondere auch für die Schweiz.

Zusammen mit Reykjavik Energy, der GeoEnergie Suisse AG und Wissenschaftlern aus Island, Irland und Deutschland werden zum ersten Mal «adaptive Ampelsysteme» in realistischen Verhältnissen getestet. Ziel ist es, ein in Echtzeit lernendes System zu entwickeln, das neue Daten und die lokalen Verhältnisse und Vorkommnisse mitberücksichtigt, um das Risiko von induzierten Beben zu minimieren und gleichzeitig die Energiegewinnung zu maximieren.

In den vergangenen Wochen wurden dazu in einem ersten Schritt in der Umgebung des Hengill Geothermalgebiets, 30 km östlich von Reykjavik, 23 seismische Stationen aufgestellt. Island ist aufgrund seiner zahlreichen, erfolgreichen Geothermieprojekte, dem häufigen Auftreten von induzierter Seismizität und der gleichzeitig geringen Besiedlungsdichte ein idealer Untersuchungsstandort. In einem nächsten Schritt wird die induzierte Seismizität während der Stimulation von neu erstellten Bohrlöchern erfasst und weitgehend automatisiert untersucht. Die dabei gewonnenen Daten sollen als Grundlage für geomechanische Modeliierungen dienen, die es dem Betreiber erlauben, in nahezu Echtzeit die Entwicklung des Reservoirs zu beobachten und zu optimieren. Das adaptive System soll künftig den Betreiber dabei unterstützen, gezielt Massnahmen zu ergreifen, um die induzierte Seismizität einzudämmen. COSEISMIQ ist Teil des von der Europäischen Union gefördertem Forschungsprogramm GEOTHERMICA.

01.10.2018

Beben und Tsunami in Sulawesi, Indonesien

Beben und Tsunami in Sulawesi, Indonesien

Am 28. September 2018 haben mehrere starke Erdbeben die Insel Sulawesi in Indonesien erschüttert. Das stärkste Beben mit einer Magnitude von 7.5 hat einen Tsunami ausgelöst und nach bisherigem Wissen über Tausend Todesopfer gefordert.

Das Beben ereignete sich etwa 80 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Palu an der Küste in einer Tiefe von etwa 10 km. Ausgelöst wurde das Beben durch eine plötzliche Horizontalbewegung von Gesteinsblöcken entlang der Palu-Koro Verwerfung. Die in nordsüdlicher Richtung durch die Bucht von Palu verlaufende Verwerfung ist vom Typ her vergleichbar mit der San-Andreas Verwerfung in Kalifornien. Erste Analysen deuten darauf hin, dass sich die Gesteinsblöcke auf beiden Seiten der Störung auch im Bereich der Stadt Palu um mehrere Meter gegeneinander verschoben haben.

Horizontalverschiebungen wie jene dieses Bebens lösen nur sehr selten grosse Tsunamis aus. Üblicherweise benötigt es dazu eine vertikale Bewegung des Meeresbodens. Indem sich ein Gesteinsblock unter der Wasseroberfläche aufgrund eines Erdbebens rasant hebt oder senkt, wird die darüber liegende Wassersäule angehoben oder abgesenkt und ein Tsunami ausgelöst. Die genaue Ursache des Tsunamis in der Bucht von Palu ist noch nicht bekannt. Mögliche Gründe sind die ausgeprägte Topographie des Küstenbereichs und des Meeresbodens, wodurch auch horizontale Bewegungen grosse Wassermassen verschieben könnten, und / oder durch das Beben ausgelöste Rutschungen unter Wasser.

Die Tsunami-Wellen benötigten ungefähr eine halbe Stunde, bis sie Palu erreichten. Dies erscheint lange aufgrund der verhältnismässig geringen Distanz zum Epizentrum. Grund dafür ist die Wassertiefe, es gilt: je grösser die Wassertiefe, desto schneller breiten sich die Wellen aus. Bei einer Wassertiefe von 200 m, wie sie etwa zwischen dem Epizentrum und der Stadt Palu vorherrschen dürfte, beträgt diese Ausbreitungsgeschwindigkeit 160 km/h. Dies ist wesentlich langsamer als bei einer Meerestiefe von 4 km. In diesem Fall hätten die Wellen weniger als 7 Minuten gebraucht. Die spitze Form der Meeresbucht nördlich von Palu hat zudem die Höhe der Tsunamiwelle möglicherweise noch verstärkt.

Die Sequenz starker Beben hat wie immer in so einem Fall die tektonischen Spannungen in der Region neu verteilt. In den nächsten Tagen muss mit weiteren, teils heftigen Nachbeben an der Palu-Koro Verwerfung sowie an benachbarten Verwerfungen gerechnet werden. Indonesien liegt am pazifischen Feuerring, wo sich 90 Prozent aller Erdbeben weltweit ereignen.

THEMEN

Erdbeben

Hilfe, die Erde bebt!

Hilfe, die Erde bebt!

Erdbeben lassen sich nicht vermeiden. Allerdings besteht die Möglichkeit, die zu erwartenden Schäden mit relativ einfachen Mitteln zu verringern. Informieren Sie sich über das empfohlene Verhalten vor, während und nach einem starken Erdbeben.

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Wissen

Erdbebenland Schweiz

Erdbebenland Schweiz

In der Schweiz ereignen sich zwischen 1'000 und 1'500 Erdbeben pro Jahr. Von der Bevölkerung tatsächlich verspürt werden etwa 10 bis 20 Beben jährlich. Diese weisen in der Regel Magnituden von 2.5 oder mehr auf. Im langjährigen Durchschnitt ereignen sich 23 Beben pro Jahr mit einer Magnitude von 2.5 oder grösser. Erfahren Sie mehr über die Naturgefahren mit dem grössten Schadenspotential in der Schweiz.

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Alarmierung

Jederzeit informiert

Jederzeit informiert

Sie möchten stets auf dem Laufenden sein? Hier finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Informationsangebote des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED).

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Wissen

Erdbebengefährdung

Erdbebengefährdung

Erdbeben sind die Naturgefahr mit dem grössten Schadenspotential der Schweiz. Sie lassen sich bisher weder verlässlich vorhersagen noch verhindern. Dank intensiver Forschung ist aber mittlerweile viel darüber bekannt, wie oft und wie stark die Erde an bestimmten Orten in Zukunft beben könnte. Erkunden Sie in unserem interaktiven Webtool anhand unterschiedlicher Karten, wie wahrscheinlich bestimmte Erdbeben in der Schweiz sind.

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Forschung & Lehre

Forschungsfelder

Forschungsfelder

Wir werden oft gefragt, was die Mitarbeitenden des SED machen, wenn es nicht gerade bebt. Die Antwort lautet: Sie forschen. Woran, beleuchten verschiedene Forschungsfelder, die zentrale wissenschaftliche Aktivitäten des SED kurz und bündig beschreiben.

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Über uns

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens informiert der SED Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

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Erdbeben

Erdbebenüberwachung

Erdbebenüberwachung

10 bis 20-mal pro Jahr spürt, hört oder liest man, dass sich in der Schweiz Erdbeben ereignen. Die meisten Beben, die der Erdbebendienst jährlich aufzeichnet, bleiben aber von der Bevölkerung unbemerkt. Sie liegen unter der Spürbarkeitsgrenze und können nur mit sensiblen Messgeräten erfasst werden. Der Schweizerische Erdbebendienst betreibt ein Messnetz mit über 150 seismischen Stationen über die ganze Schweiz verteilt.

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Produkte & Software

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