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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. Seine Aktivitäten sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

Verspürte Erdbeben Schweiz

Lokalzeit
Mag.
Ort
Verspürt?
2019-08-23 10:38 3.0 Zinal VS Verspürt
2019-08-15 20:36 2.1 Stein am Rhein SH Vermutlich nicht verspürt
2019-08-13 13:17 3.9 5 km SE Borgo Val di Taro (PR) Vermutlich nicht verspürt
2019-07-31 07:32 3.1 Konstanz D Vermutlich nicht verspürt
2019-07-30 04:31 2.7 Konstanz D Leicht verspürt
2019-07-30 02:42 3.2 Konstanz D Vermutlich nicht verspürt
2019-07-30 01:17 3.7 Konstanz D Leicht verspürt
2019-07-30 01:06 2.8 Konstanz D Verspürt

Aktuelle Erdbeben

Lokalzeit
Magnitude
Ort
2019-08-25 11:14 0.6 Sierre VS
2019-08-24 23:59 0.9 Courmayeur I
2019-08-24 15:29 0.3 Montreux VD
2019-08-23 10:38 3.0 Zinal VS

Erdbebenzähler Schweiz

seit 01.01.2019 
000

Aktuelle Erdbeben ab Magnitude 4.5

UTC-Zeit
Mag.
Ort
2019-08-23 11:40:54 4.5 Northern Algeria
2019-08-17 02:22:07 4.5 IONIAN SEA
2019-08-14 13:54:21 4.5 KERKIRA REGION, GREECE
2019-08-13 21:11:18 4.5 Crete, Greece
2019-08-12 07:57:07 4.5 Crete, Greece
2019-08-11 07:02:50 5.0 CRETE, GREECE
2019-08-10 07:35:10 4.9 Eastern Caucasus
2019-08-09 21:39:41 4.5 SOUTHERN GREECE
2019-08-08 11:25:31 5.7 Turkey
2019-08-08 08:39:09 4.6 Aegean Sea
2019-08-04 19:51:21 5.3 Northern and central Iran
2019-08-03 09:51:24 5.1 Dodecanese Islands, Greece
2019-07-31 20:20:59 4.5 WESTERN IRAN

Aktuelle Erdbeben ab Magnitude 6

UTC-Zeit
Magnitude
Ort
2019-08-24 15:51:27 6.0 Vanuatu Islands
2019-08-21 14:28:25 6.0 Western Indian-Antarctic Ridge
2019-08-20 13:03:53 6.0 Santa Cruz Islands
2019-08-08 00:44:17 6.0 Kashmir-India border region
2019-08-04 10:23:03 6.3 Near east coast of eastern Honshu, Japan
2019-08-02 12:03:27 6.9 Southwest of Sumatera, Indonesia
2019-08-02 05:50:55 6.0 Southern East Pacific Rise
2019-08-01 18:28:07 6.8 Near coast of central Chile
AKTUELLES

14.08.2019

Erdbebenmythen auf der Spur

Erdbebenmythen auf der Spur

Glauben Sie, dass alle Schweizer Gebäude erbebengerecht gebaut sind? Überprüfen Sie Ihr Wissen rund um Erdbebenmythen an der Scientifica und besuchen Sie die interaktive Ausstellungswand sowie den Adventure Room des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) an der ETH Zürich. Das Wissensfestival findet vom 30. August bis zum 01. September 2019 statt und dreht sich um das Thema «Science Fiction –Science Facts».

Über Ursachen und Auswirkungen von Erdbeben weiss man heute schon viel, trotzdem halten sich einige falsche Vorstellungen hartnäckig, wie etwa: «Hunde können Beben vor den Menschen spüren». Prof. Stefan Wiemer, Direktor des SED, klärt den Mythos in diesem Video auf. Weitere Mythen können Sie an unserer interaktiven Ausstellungswand selbst erkunden und herausfinden, was Fakt und was Fake ist.

Sie möchten sich noch aktiver mit Erdbeben auseinandersetzen? Dann melden Sie sich direkt am Stand für unseren zweiten Programmpunkt den «Adventure Room» an. In den sozialen Medien kursiert ein beunruhigender Beitrag: In 15 Minuten wird es in Zürich zu einem schweren Erdbeben kommen! Sie befinden sich zufällig in der Nähe des Büros des etablierten Seismologen Dr. Seismoritz, nur fehlt von ihm jede Spur. Sie müssen das Krisenmanagement übernehmen. In einem Adventure Room müssen Sie Hinweise finden und verschiedenste Rätsel lösen. Wie in einer Schnitzeljagd führt die Lösung eines Rätsels zum nächsten.

30.07.2019

Verspürte Erdbeben bei Konstanz (D)

Am Dienstag, dem 30. Juli 2019, ereignete sich um 01:17 Uhr (Lokalzeit) auf der Halbinsel Bodanrück, etwa 10 km nordwestlich von Konstanz (D), ein Erdbeben der Stärke 3.7. Der Erdbebenherd lag in einer Tiefe von ca. 4 km. Es handelt sich damit um das stärkste bisher aufgezeichnete Beben auf der Halbinsel, die in jüngster Vergangenheit kaum seismisch aktiv war. Das letzte spürbare Beben ereignete sich 1976 in unmittelbarer Nähe zum heutigen Beben, mit einer Stärke von 2.6.

Dem Magnitude-3.7-Hauptbeben ging ein spürbares Beben der Stärke 2.9 um 01:06 Uhr voraus. In der Folge wurden einige Nachbeben registriert. Das stärkste wies eine Magnitude von 3.2 auf und ereignete sich um 02.42 Uhr. Für dieses sowie ein weiteres sind ebenfalls einige Verspürtmeldungen aus der Bevölkerung eingegangen. Insgesamt erhielt der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich bis in die Morgenstunden etwa 50 Verspürtmeldungen. Bei einem Erdbeben dieser Stärke und der geringen Tiefe sind vereinzelt leichte Schäden in der Nähe des Epizentrums nicht auszuschliessen.

Alle Beben weisen eine Herdtiefe von 4 bis 5 km auf, was für die Region ungewöhnlich nahe an der Oberfläche ist. Abgesehen von einer kleineren Bebenserie in Singen (D) im Jahr 2016 mit Herdtiefen von 5 bis 7 km, ereignen sich die Beben in dieser Region gewöhnlich in Tiefen von 10 bis 25 km. Die Tiefe eines Bebens hat einen Einfluss auf die Auswirkung an der Oberfläche. Beben nahe der Oberfläche werden lokal stärker verspürt. Sie können zudem in sehr seltenen Fällen bereits ab Magnituden von 3.5 kleinere Schäden anrichten. Normalerweise sind solche Schäden erst ab einer Magnitude von 4.5 zu erwarten, also bei Beben die 30-mal mehr Energie freisetzen. Tiefere Beben werden dagegen vergleichsweise weniger stark verspürt, dafür in einem grösseren Umkreis. Einen ebenfalls grossen Einfluss auf die Auswirkungen eines Bebens hat der lokale Untergrund. Auf weichem Sedimentgestein beziehungsweise nicht sehr festem Gestein bei Seen oder Flüssen verstärken sich die Erdbebenwellen teils um ein Mehrfaches verglichen mit einem festeren, felsigen Untergrund.

Eine Sequenz von Beben, wie sie sich in der Nacht vom 29. auf den 30 Juli 2019 ereignet hat, ist nichts Aussergewöhnliches. In ihrer bisherigen Abfolge von Vor-, Haupt- und Nachbeben gilt sie bisher beinahe als Lehrbuchbeispiel. Ihr weiterer Verlauf lässt sich dennoch nicht vorhersagen. Grundsätzlich sind in den nächsten Stunden und Tagen in der Region weitere Beben möglich, die unter Umständen ebenfalls verspürt werden können. Beben mit einer ähnlichen oder gar grösseren Magnitude sind zwar unwahrscheinlich, aber nicht auszuschliessen.

Erdbeben der Magnitude 3.5 bis 4 treten im Durchschnitt in der Schweiz und im grenznahen Ausland etwa 1- bis 5-mal pro Jahr auf.

12.06.2019

Erdbebenland Schweiz: Informationsanlass für Behörden

Erdbebenland Schweiz: Informationsanlass für Behörden

Was ist bezüglich Erdbeben zu tun? Eine Frage, die sich in Gemeinden und Kantonen immer wieder stellt. Oft gibt es nur wenige Berührungspunkte mit dem Thema Erdbeben, zum Beispiel im Rahmen von Bauvorhaben, Bewilligungsverfahren oder wenn die Behörden definieren, wie sie mit solchen Ereignissen umgehen.

Der Informationsanlass richtet sich an Behördenvertreter, die sich nicht schwerpunktmässig mit Fragestellungen rund um Erdbeben befassen, aber mehr darüber erfahren möchten. Ziel ist es, eine breite Wissensgrundlage zu vermitteln, die bei Entscheidungen in Bezug auf das Erdbebenrisikomanagement hilft. Das detaillierte Programm finden Sie hier.

Der Anlass findet am 23. August 2019 an der ETH Zürich statt. Anmeldung bis 5. August unter folgendem Link: bit.ly/2GSPvLO

05.06.2019

Rasche Massenbewegungen mit Seismometern überwachen

Rasche Massenbewegungen mit Seismometern überwachen

Oberhalb von Susten (VS) gräbt sich ein Bach durch eine faszinierende geologische Formation genannt «Illgraben». An den steilen Hängen der Schlucht lösen sich andauernd kleinere und grössere Gesteinsmassen. Mehrere Male pro Jahr, meist in Folge von Niederschlägen, vermengen sich diese zu einem breiartigen Gemenge aus Steinen, Schlamm und Wasser. Diese Murgänge reissen auch grosse Gesteinsblöcken aus Kalk und Quarzit mit und bewegen sich rasant talabwärts bis in den Fluss «Rotten». Am Illgraben entstehen normalerweise keine Schäden. An anderen Orten verschieben Murgänge in Extremfällen aber Millionen von Kubikmetern Gestein über mehrere Kilometer. Treffen sie auf Verkehrswege oder Siedlungen, wie dies beispielsweise beim Murgang am Pizzo Cengalo 2017 der Fall war, können die Auswirkungen verheerend sein. Ausgeklügelte Messsysteme helfen dabei, solche Prozesse besser zu verstehen oder gar vorherzusagen. Am Illgraben untersuchen dies Forschende des Schweizerischen Erdbebendienstes, des Instituts für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) der ETH Zürich sowie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL).

Grosse Massenbewegungen vorherzusagen, ist keine leichte Aufgabe. Die Anzeichen für ein drohendes Ereignis sind schwierig zu messen, die ursächlichen physikalischen Prozesse unzureichend verstanden und die betroffenen Gebiete oft nur schwer zugänglich. In abgelegenen alpinen Tälern ist es bereits schwer festzustellen, ob überhaupt ein Ereignis stattgefunden hat. Die räumliche und zeitliche Abdeckung von bestehenden Überwachungsmethoden ist dafür nicht ausreichend (z. B. Satelliten oder geodätische Instrumente). Lokale seismische Messnetzwerke bieten eine bisher wenig genutzte Alternative. Murgänge, Steinschläge oder Steinlawinen lösen Bodenbewegungen aus. Abhängig von der Grösse des Ereignisses können seismische Stationen diese auf mehrere Kilometer Entfernung und in selten Fällen sogar bis zu mehreren tausend Kilometern entfernt erfassen. Indem man das seismische Netzwerk lokal verdichtet und eine schnelle Datenübertragung sicherstellt, kann man gefährdete Gebiete besser überwachen und möglicherweise vor gefährlichen Massenbewegungen warnen. Seit 2017 betreibt der Schweizerische Erdbebendienst ein solches Netzwerk mit zusätzlichen Messgeräten zu Forschungszwecken im Illgraben. Die daraus gewonnenen Kenntnisse sollen dazu beitragen, Massenbewegungen künftig besser und zuverlässiger überwachen und vorhersagen zu können.

Mehr Informationen: Prof. Dr. Walter Fabian, VAW an der ETH Zürich.

THEMEN

Erdbeben

Hilfe, die Erde bebt!

Hilfe, die Erde bebt!

Erdbeben lassen sich nicht vermeiden. Allerdings besteht die Möglichkeit, die zu erwartenden Schäden mit relativ einfachen Mitteln zu verringern. Informieren Sie sich über das empfohlene Verhalten vor, während und nach einem starken Erdbeben.

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Wissen

Erdbebenland Schweiz

Erdbebenland Schweiz

In der Schweiz ereignen sich zwischen 1'000 und 1'500 Erdbeben pro Jahr. Von der Bevölkerung tatsächlich verspürt werden etwa 10 bis 20 Beben jährlich. Diese weisen in der Regel Magnituden von 2.5 oder mehr auf. Im langjährigen Durchschnitt ereignen sich 23 Beben pro Jahr mit einer Magnitude von 2.5 oder grösser. Erfahren Sie mehr über die Naturgefahren mit dem grössten Schadenspotential in der Schweiz.

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Alarmierung

Jederzeit informiert

Jederzeit informiert

Sie möchten stets auf dem Laufenden sein? Hier finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Informationsangebote des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED).

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Wissen

Erdbebengefährdung

Erdbebengefährdung

Erdbeben sind die Naturgefahr mit dem grössten Schadenspotential der Schweiz. Sie lassen sich bisher weder verlässlich vorhersagen noch verhindern. Dank intensiver Forschung ist aber mittlerweile viel darüber bekannt, wie oft und wie stark die Erde an bestimmten Orten in Zukunft beben könnte. Erkunden Sie in unserem interaktiven Webtool anhand unterschiedlicher Karten, wie wahrscheinlich bestimmte Erdbeben in der Schweiz sind.

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Forschung & Lehre

Forschungsfelder

Forschungsfelder

Wir werden oft gefragt, was die Mitarbeitenden des SED machen, wenn es nicht gerade bebt. Die Antwort lautet: Sie forschen. Woran, beleuchten verschiedene Forschungsfelder, die zentrale wissenschaftliche Aktivitäten des SED kurz und bündig beschreiben.

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Über uns

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens informiert der SED Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

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Erdbeben

Erdbebenüberwachung

Erdbebenüberwachung

10 bis 20-mal pro Jahr spürt, hört oder liest man, dass sich in der Schweiz Erdbeben ereignen. Die meisten Beben, die der Erdbebendienst jährlich aufzeichnet, bleiben aber von der Bevölkerung unbemerkt. Sie liegen unter der Spürbarkeitsgrenze und können nur mit sensiblen Messgeräten erfasst werden. Der Schweizerische Erdbebendienst betreibt ein Messnetz mit über 200 seismischen Stationen über die ganze Schweiz verteilt.

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Zugang zu seismischen Daten und verschiedenen Softwareapplikationen finden Sie auf unserer Produktseite.

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