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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. Seine Aktivitäten sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

Verspürte Erdbeben Schweiz

Lokalzeit
Mag.
Ort
Verspürt?
2018-04-17 07:38 2.8 Lago di Garda I Vermutlich nicht verspürt
2018-04-12 04:23 3.2 Montafon A Leicht verspürt
2018-04-08 23:50 2.9 CHATEAU-D'OEX VD Verspürt
2018-03-30 02:11 2.7 Merano I Vermutlich nicht verspürt
2018-03-27 15:29 3.0 2 km S Lusernetta (TO) Vermutlich nicht verspürt

Aktuelle Erdbeben

Lokalzeit
Magnitude
Ort
2018-04-25 15:31 1.7 Santa Maria GR
2018-04-25 15:28 1.9 Santa Maria GR
2018-04-25 15:19 1.7 Santa Maria GR
2018-04-24 11:05 1.0 Bourg-Saint-Pierre VS

Erdbebenzähler Schweiz

seit 01.01.2018 
000

Aktuelle Erdbeben ab Magnitude 4.5

UTC-Zeit
Mag.
Ort
2018-04-25 00:06:56 5.3 JAN MAYEN ISLAND REGION
2018-04-24 20:47:41 4.5 CAUCASUS REGION, RUSSIA
2018-04-24 00:34:31 5.2 Turkey
2018-04-23 15:48:52 4.7 Northern Algeria
2018-04-21 00:20:06 4.8 Aegean Sea
2018-04-20 21:58:55 5.2 Baltic-Belarus-NW Russi
2018-04-13 17:14:01 4.8 Turkey
2018-04-10 15:56:19 4.9 Dodecanese Islands, Greece
2018-04-10 03:11:30 4.6 2 km SW Muccia (MC)
2018-04-07 21:16:33 4.7 Turkey
2018-04-01 08:35:30 5.4 IRAN-IRAQ BORDER REGION
2018-03-19 19:32:22 5.1 Northern and central Iran
2018-03-19 04:30:47 5.0 Southern Iran

Aktuelle Erdbeben ab Magnitude 6

UTC-Zeit
Magnitude
Ort
2018-04-19 21:09:17 6.0 Prince Edward Islands, South Africa, region
2018-04-14 08:17:56 6.3 Bouvet Island region
2018-04-10 10:19:34 6.2 Near coast of central Chile
2018-04-09 00:20:20 6.3 South Sandwich Islands
2018-04-07 05:49:15 6.0 Near n coast of New Gui
2018-04-07 05:48:39 6.3 New Guinea, Papua New Guinea
2018-04-05 09:13:01 6.1 North Pacific Ocean
2018-04-05 09:10:20 6.0 Fiji region
AKTUELLES

19.04.2018

Bundesrat bewilligt neues Massnahmenpaket zum Schutz vor Naturgefahren

Bundesrat bewilligt neues Massnahmenpaket zum Schutz vor Naturgefahren

Im Rahmen des Projekts «Optimierung von Warnung und Alarmierung bei Naturgefahren» (OWARNA) verbessern Bund und Kantone seit 2010 laufend ihre Zusammenarbeit sowie Vorhersagen, Warnungen und Informationen bei Naturereignissen wie Hochwasser, Sturm, Lawinen oder Erdbeben. Die zuständigen Fachstellen des Bundes koordinieren ihre Anstrengungen im Lenkungsausschuss «Intervention Naturgefahren» (LAINAT). Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18. April 2018 den neuesten OWARNA-Bericht zur Kenntnis genommen und für die Periode von 2019 bis 2023 entsprechende Ressourcen bewilligt. Neben der Fortführung der bisherigen Massnahmen steht in den nächsten Jahren vor allem die Anpassung und Weiterentwicklung von Produkten und Warnungen zu klimatischen Gefahren im Vordergrund.

18.04.2018

Alpenbildung: Auftauchen nach Ballastabwurf statt Zusammenschieben

Alpenbildung: Auftauchen nach Ballastabwurf statt Zusammenschieben

Die Alpengesteine sind zu einem Gebirge aufgestiegen, weil sie sich von der schwereren unteren Schicht der abtauchenden europäischen Platte gelöst haben. Dies schlagen E. Kissling vom Institut für Geophysik der ETH Zürich und F. Schlunegger vom Institut für Geologie der Universität Bern in ihrem vor kurzem publizierten neuen Modell zur Gebirgsbildung der Alpen vor. Bisherige Annahmen gingen davon aus, dass die Alpen durch Zusammenstauchen zwischen der adriatischen Platte im Süden und der europäischen Platte im Norden entstanden sind. Allerdings widersprechen verschiedene neuere geophysikalische und geologische Daten dem alten Bulldozer-Modell.

Die feste Gesteinsschale der Erde wird als Lithosphäre bezeichnet und ist in Platten zerbrochen, welche wie Flösse auf dem darunterliegenden zähflüssigen Mantel schwimmen. Diese Platten bestehen aus zwei Schichten, der Kruste oben und der sogenannten Mantellithosphäre unten. Die Kruste sorgt für den Auftrieb und verhindert, dass die schwerere Mantellithosphäre im Mantel versinkt. Die ozeanischen Teile der Lithosphären-Platten haben eine viel dünnere Kruste als die kontinentalen Teile. Sie haben daher einen viel geringeren Auftrieb, so dass die ozeanische Lithosphäre in sogenannten Subduktionszonen als Ganzes im Mantel versinken kann und dabei den kontinentalen Teil der Platte entlang der Erdoberfläche mitbewegt.

Am Anfang der Gebirgsbildung der Alpen steht eine solche Subduktion, bei welcher der frühere ozeanische Teil Europas unter den Adria-Afrikanischen Kontinent weiter im Süden abtaucht. Nachdem der gesamte Ozean subduziert ist, kommt es zur Kollision der beiden kontinentalen Lithosphärenplatten wie bei einem Zusammenstoss von zwei Flössen. Gemäss dem bisherigen Modell der Gebirgsbildung der schweizerischen Zentralalpen führt die Kollision der beiden kontinentalen Platten zum Zusammenschieben und Auftürmen des dazwischenliegenden Gesteinsmaterials.

Neuere geophysikalische Daten über die Tiefenstruktur der Alpen und geologische Erkenntnisse zur Entstehung des Mittelandes deuten jedoch darauf hin, dass der Zusammenschub, wenn überhaupt, nur einen sehr geringen Anteil an der Entstehung des Gebirges gehabt hat. Vielmehr sind die Alpengesteine zum Gebirge aufgetaucht, weil sich die kontinentale Kruste von der schweren Unterschicht der abtauchenden europäischen Platte gelöst hat. Die bis zu 60 km mächtige Kruste hat dadurch einen zusätzlichen, grossen Auftrieb erfahren und trägt seither problemlos die Last des Gebirges wie ein Eisberg, der auf dem Wasser schwimmt. Der verstärkte Auftrieb der kontinentalen Kruste gleicht die Gebirgshöhe stetig aus, welche aufgrund von Erosionprozessen ansonsten abnehmen würde. Flüsse und Gletscher formen das Gebirge durch Abtrag und Sedimentation im Vorlandbecken, früher im schweizerischen Mittelland und heute in der Po-Ebene.

Beim neuen Modell über die Bildung der Alpen stehen also gravitative und damit vertikal wirksame Kräfte der schwimmenden Platte im Vordergrund. Damit unterscheidet sich das Modell der beiden Autoren vom bisherigen Bulldozermodell, bei welchem horizontale Kräfte die zentrale Rolle spielen.

Publikation: «Rollback Orogeny Model for the Evolution of the Swiss Alps», Tectonics, 2018

Weitere Informationen: Edi Kissling, Fritz Schlunegger.

08.04.2018

Verspürtes Beben in der Nähe von Château-d’Oex

Verspürtes Beben in der Nähe von Château-d’Oex

Am Sonntag, dem 8. April 2018 hat sich um 23:50 Uhr (Lokalzeit) in der Nähe von Château-d’Oex (VD) in einer Tiefe von ungefähr 6 km ein Erdbeben der Magnitude 2.9 ereignet.

Die Erschütterungen waren vorwiegend im Gebiet um Château-d’Oex gut zu spüren. Zudem haben auch im unteren Rhonetal viele Personen das Beben wahrgenommen. Dies aufgrund seiner Bodenbeschaffenheit (weiche Sedimente) und der damit verbundenen Verstärkung der Erdbebenwellen. Bei einem Erdbeben dieser Stärke sind in der Regel keine Schäden zu erwarten.

Die Region um Château-d’Oex wurde bereits 2016 und 2017 von zahlreichen Erdbeben erschüttert. Das stärkste Beben mit einer Magnitude von 4.3, gefolgt von zahlreichen Nachbeben, ereignete sich am 1. Juli 2017. Das Beben vom Sonntag wurde etwa 3 km südöstlich der Erdbebenschwärme im Jahr 2016 und 2017 lokalisiert.

12.03.2018

Erdbeben an der deutsch-schweizerischen Grenze nahe Laufenburg

Erdbeben an der deutsch-schweizerischen Grenze nahe Laufenburg

Am Montag, 12. März 2018 hat sich kurz nach Mitternacht um 00:29 Uhr (Lokalzeit) ein Erdbeben der Magnitude 3.1 in Deutschland ereignet, ungefähr 13 km nördlich von Laufenburg. Das Erdbeben ereignete sich in 17 km Tiefe und wurde in der Nähe des Epizentrums und auch auf der schweizerischen Seite der Grenze deutlich verspürt. Schäden sind bei einem Erdbeben dieser Stärke in der Regel nicht zu erwarten.

THEMEN

Erdbeben

Hilfe, die Erde bebt!

Hilfe, die Erde bebt!

Erdbeben lassen sich nicht vermeiden. Allerdings besteht die Möglichkeit, die zu erwartenden Schäden mit relativ einfachen Mitteln zu verringern. Informieren Sie sich über das empfohlene Verhalten vor, während und nach einem starken Erdbeben.

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Wissen

Erdbebenland Schweiz

Erdbebenland Schweiz

In der Schweiz ereignen sich zwischen 1'000 und 1'500 Erdbeben pro Jahr. Von der Bevölkerung tatsächlich verspürt werden etwa 10 bis 20 Beben jährlich. Diese weisen in der Regel Magnituden von 2.5 oder mehr auf. Im langjährigen Durchschnitt ereignen sich 23 Beben pro Jahr mit einer Magnitude von 2.5 oder grösser. Erfahren Sie mehr über die Naturgefahren mit dem grössten Schadenspotential in der Schweiz.

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Alarmierung

Jederzeit informiert

Jederzeit informiert

Sie möchten stets auf dem Laufenden sein? Hier finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Informationsangebote des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED).

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Wissen

Erdbebengefährdung

Erdbebengefährdung

Erdbeben sind die Naturgefahr mit dem grössten Schadenspotential der Schweiz. Sie lassen sich bisher weder verlässlich vorhersagen noch verhindern. Dank intensiver Forschung ist aber mittlerweile viel darüber bekannt, wie oft und wie stark die Erde an bestimmten Orten in Zukunft beben könnte. Erkunden Sie in unserem interaktiven Webtool anhand unterschiedlicher Karten, wie wahrscheinlich bestimmte Erdbeben in der Schweiz sind.

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Forschung & Lehre

Forschungsfelder

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Wir werden oft gefragt, was die Mitarbeitenden des SED machen, wenn es nicht gerade bebt. Die Antwort lautet: Sie forschen. Woran, beleuchten verschiedene Forschungsfelder, die zentrale wissenschaftliche Aktivitäten des SED kurz und bündig beschreiben.

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Über uns

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens informiert der SED Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

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Erdbeben

Erdbebenüberwachung

Erdbebenüberwachung

10 bis 20-mal pro Jahr spürt, hört oder liest man, dass sich in der Schweiz Erdbeben ereignen. Die meisten Beben, die der Erdbebendienst jährlich aufzeichnet, bleiben aber von der Bevölkerung unbemerkt. Sie liegen unter der Spürbarkeitsgrenze und können nur mit sensiblen Messgeräten erfasst werden. Der Schweizerische Erdbebendienst betreibt ein Messnetz mit über 150 seismischen Stationen über die ganze Schweiz verteilt.

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Zugang zu seismischen Daten und verschiedenen Softwareapplikationen finden Sie auf unserer Produktseite.

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