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ShakeMap

Allgemeine Informationen über ShakeMaps finden Sie hier.

ShakeMaps liefern nahezu in Echtzeit Karten von Bodenbewegungen und der Intensität der Erschütterungen nach signifikanten Erdbeben. Die ShakeMaps des SED werden binnen weniger Minuten nach einem Erdbeben erstellt. Hierbei werden die tatsächlich beobachteten Bodenbewegungen genutzt, wie sie von den einzelnen seismischen Stationen gemessen wurden. Auch Informationen aus den Verspürtmeldungen können sofort in ShakeMaps genutzt werden. Die ShakeMap wird überarbeitet, wenn die Magnitude und / oder der Ort eines Ereignisses sich nach der manuellen Evaluierung ändert.

Für die Erstellung unserer ShakeMaps werden die vom Geologischen Dienst der Vereinigten Staaten (US Geological Survey) ausgegebenen Codes verwendet, die für die Bedingungen in der Schweiz bestens geeignet sind. ShakeMaps des SED basieren auf Prognosegleichungen für Spitzen-Bodenbewegungen und Antwortspektren, die aus stochastischen, auf die Seismizität in der Schweiz zugeschnittenen Simulationen abgeleitet sind. Die parametrischen Daten der Spitzenbewegungen, die als Eingangsdaten für ShakeMaps genutzt werden, werden vom SeisComP3-Softwaremodul scwfparam automatisch berechnet, sobald ein neuer Erdbebenort in SeisComP3 verfügbar ist. Die Amplifikation aufgrund des Standortes wird basierend auf den Steigerungen der makroseismischen Intensität für die einzelnen Bodenklassen, wie im Erdbebenkatalog der Schweiz (ECOS-09) dokumentiert, gemeinsam mit den unmittelbaren Beobachtungen der Amplifikation der Bodenbewegung an jeder Messstation berücksichtigt. Wir rechnen das Ausmass der Bodenbewegungen in makroseismische Intensität um, indem wir Gleichungen zur Konversion von Bodenbewegungen in Intensität zu Hilfe nehmen, die auf den italienischen, für die Verhältnisse in der Schweiz geeigneten Starkbeben- und Intensitätsdatenbanken basieren. ShakeMaps des SED entsprechen in vollem Umfang dem neuesten technischen Stand der Erdbebenforschung in der Schweiz. Weitere Informationen über SED ShakeMaps finden Sie hier.

ShakeMaps werden für jedes Erdbeben mit einer Magnitude von mehr als 2.5 erstellt und dann auf unseren Ereignisseiten gezeigt. Sie weichen vom Originalstil des USGS ab, damit sie zum Farb- und Wahrnehmungsschema passen. Überdies pflegen wir eine ShakeMap-Archivseite im traditionellen USGS-Format auf shakemapa.ethz.ch. Hier sind alle Archivkarten sowie Szenario-ShakeMaps aufgeführt.

ShakeMap 2
ShakeMap des Erdbebens bei Zug am 11. Februar 2012 um 23:45 Uhr mit einer Magnitude von 4.2. Der Erdbebenherd lag in einer Tiefe von ungefähr 30 Kilometern.