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Swiss Seismological Service (SED)

The Swiss Seismological Service (SED) at ETH Zurich is the federal agency for earthquakes. Its activities are integrated in the federal action plan for earthquake precaution.

Felt Earthquakes in Switzerland

Local Time
Mag.
Location
Felt?
2020-05-27 09:11 2.8 Elm GL Slightly felt
2020-05-27 02:55 2.9 Elm GL Slightly felt
2020-05-26 07:50 3.1 Elm GL Felt
2020-05-19 08:10 2.1 Sion VS Felt
2020-05-18 13:14 2.9 Cluses F Slightly felt
2020-05-07 11:44 1.9 Brugg AG Slightly felt
2020-04-28 21:38 2.5 Thonon-les-Bains F Probably not felt

Latest Earthquakes

Local Time
Magnitude
Location
2020-05-28 10:45 1.8 Elm GL
2020-05-27 18:36 1.5 Sanetschpass VS
2020-05-27 14:26 1.0 Sierre VS
2020-05-27 09:11 2.8 Elm GL

Swiss Earthquakes Counter

since 01.01.2020 
000

Recent earthquakes magnitude 4.5 or greater

Time (UTC)
Mag.
Region
2020-05-27 01:09:52 5.0 CRETE, GREECE
2020-05-26 13:53:36 4.5 CRETE, GREECE
2020-05-24 09:11:28 5.1 Northern and central Iran
2020-05-23 22:50:11 5.3 CRETE, GREECE
2020-05-22 03:40:30 5.1 Crete, Greece
2020-05-21 14:05:59 4.7 Crete, Greece
2020-05-20 23:43:15 5.8 CENTRAL MEDITERRANEAN SEA
2020-05-20 15:44:50 4.7 Dodecanese Islands, Greece
2020-05-20 02:12:17 4.8 Crete, Greece
2020-05-19 19:09:14 4.8 Crete, Greece
2020-05-19 16:15:26 4.5 Crete, Greece
2020-05-19 09:24:45 4.9 Crete, Greece
2020-05-19 02:44:17 4.6 CRETE, GREECE

Recent earthquakes magnitude 6 or greater

UTC Time
Magnitude
Location
2020-05-27 07:09:18 6.1 Vanuatu Islands
2020-05-27 07:09:11 6.1 Vanuatu Islands
2020-05-27 07:09:10 6.1 Vanuatu Islands
2020-05-22 08:46:06 6.1 Off coast of central Mexico
2020-05-15 11:03:28 6.0 California-Nevada border region
2020-05-15 11:03:28 6.5 Nevada, United States
2020-05-12 22:41:12 6.6 Santa Cruz Islands
2020-05-07 11:21:19 6.1 Bougainville - Solomon Islands region
NEWS

2020-05-28

[Available in DE / FR] Weiterhin aktive Erdbebensequenz im Glarnerland

[Available in DE / FR] Weiterhin aktive Erdbebensequenz im Glarnerland

Seit Dienstag, dem 26. Mai 2020, ist im Sernftal (westlich von Elm GL) eine Erdbebensequenz aktiv. Sie begann um 07:50 Uhr Ortszeit mit einem Beben der Magnitude 3.1 (siehe vorangegangener Beitrag). Seitdem und bis am Mittag des 28. Mai 2020 konnten mit dem Messnetz des Schweizerischen Erdbebendienstes an der ETH Zürich (SED) 13 weitere Beben mit hoher Qualität lokalisiert werden. Die beiden stärksten Beben hatten Magnituden von 2.9 und 2.8 und wurden jeweils am Mittwoch, um 02:55 Uhr und 09:11 Uhr, nahe beim Epizentrum schwach verspürt.

Die Grafik oben zeigt, wie sich die Bebenaktivität über die Zeit entwickelt hat. Die Abbildung umfasst einerseits die 22 lokalisierten Beben (rot umrandet; darunter neun Beben geringerer Lokalisierungsqualität, die nicht im Erdbebenkatalog erscheinen). Anderseits sind weitere, sehr kleine Ereignisse abgebildet. Diese konnten nachträglich durch einen systematischen Vergleich der Wellenformen ermittelt werden; jene der kleinen Beben weisen ähnliche Muster auf wie die der standardmässig aufgezeichneten. Die dazu angewendete Methode des «template-matching» wird derzeit am SED erforscht und weiterentwickelt. Sie ermöglicht, solche Sequenzen noch besser zu verstehen.

In vorherigen Beitrag wurde bereits auf die Nähe zum Urnerboden Erdbebenschwarm von 2017 hingewiesen. In etwas kleinerer Entfernung ereignete sich 10 km westlich der aktuellen Beben am 17. März 2001 ein Beben der Magnitude 3.8 bei Linthal (GL). Im Gebiet der aktuellen Sequenz registrierte der SED bereits im Sommer 1987 eine ähnliche Erdbebenserie von damals 34 Erdbeben, die über einen Monat dauerte. Das stärkste Beben hatte eine Magnitude von 2.4. Eine Relativlokalisierung der Erdbeben zueinander zeigte, dass sie alle entlang einer fast senkrechten Störung auftraten, die Ost-West orientiert ist. Die Bewegung ist dabei dextral: Das heisst, dass egal auf welcher Seite der Verwerfung man sich befindet, die gegenüberliegende Seite sich nach rechts bewegt.

Erste vorläufige Untersuchungen der bisher aufgezeichneten Beben scheinen die fast gleiche Verwerfungsgeometrie für die jetzige Sequenz zu zeigen, was darauf hindeutet, dass das selbe Verwerfungssystem wie 1987 reaktiviert wurde. Solche, ungefähr Ost-West streichende (wie auch Nord-Süd streichende) Verwerfungen sind aus der Oberflächengeologie in diesem Teil der Alpen bekannt. Wie schon in der Sequenz von 1987 deuten vorläufige Analysen darauf hin, dass die aktuellen Beben relativ oberflächennah auftreten. Mit einer Tiefe von ca. 2 km liegen sie wahrscheinlich im Kontaktbereich zwischen Sedimentüberdeckung und kristallinem Grundgebirge. Aufgrund bestehender Unsicherheiten in der Tiefenbestimmung ist eine genauere Einschränkung derzeit noch nicht möglich.

Obwohl sich die seismische Aktivität in den letzten 24 Stunden verringert hat, ist es schwierig, eine Prognose über die Erdbebenaktivität in den nächsten Tagen und Wochen zu machen. Solche Schwärme können erfahrungsgemäss sehr unterschiedlich verlaufen. Es ist aber immer noch möglich – wenn auch wenig wahrscheinlich – dass weitere, noch stärkere Beben auftreten werden. Allgemein kann daran erinnert werden, dass grössere Erdbeben mit einer Magnitude von 6 oder mehr zwar selten sind, in der Schweiz aber überall und jederzeit auftreten können. Im Durchschnitt ist in der Schweiz alle 50 bis 150 Jahre mit einem Erdbeben mit einer Magnitude von etwa 6 zu rechnen.

2020-05-26

[Available in DE / FR] Beben in den Glarner Alpen

[Available in DE / FR] Beben in den Glarner Alpen

Am Dienstag, dem 26. Mai 2020, hat sich um 07:50 Uhr Ortszeit etwa 3 km westlich von Elm (GL), im Sernftal, in einer Tiefe von ungefähr 4 km ein Erdbeben der Magnitude 3.1 ereignet. Bei einem Erdbeben dieser Stärke sind in der Regel keine Schäden zu erwarten.

Die Erschütterungen wurden in der Nähe des Epizentrums teilweise deutlich wahrgenommen. Am Schweizerischen Erdbebendienst der ETH Zürich gingen aber fast keine Verspürtmeldungen aus Entfernungen über 20 km ein.

In den vergangenen Jahren haben sich in diesem Gebiet vereinzelt spürbare Beben ereignet. Am 6. März 2017 erschütterte ein Beben der Magnitude 4.6 die ganze Innerschweiz. Sein Epizentrum lag aber 15 km weiter westlich, bei Urnerboden. Ebenso wie das heutige Beben ereignete sich auch das Urnerboden Beben in etwa 4 km Tiefe. Erdbeben in diesem Teil der Alpen liegen meistens weniger als 5 km tief, und damit relativ nah an der Oberfläche.

2020-05-19

[Available in DE / FR] Erdbeben bei Sion

[Available in DE / FR] Erdbeben bei Sion

Am Dienstag, den 19. Mai 2020, ereignete sich um 08:10 Uhr Ortszeit ein Erdbeben der Magnitude 2.1 im Rhonetal, östlich von Sion (VS). Die Tiefe des Bebens lag in ungefähr 6 km. Trotz seiner relativ geringen Magnitude wurde das flache Erdbeben von zahlreichen Personen verspürt: Innerhalb von rund zwei Stunden nach dem Beben gingen beim Schweizerischen Erdbebendiest rund 80 Verspürtmeldungen ein, die meisten davon in Sion selbst und alle in einem Umkreis von nur 10 km. Das Rhonetal ist eine Region mit einer der grössten Erdbebengefährdungen in der Schweiz.

2020-04-29

Measures to combat COVID-19 also reducing seismic noise in Switzerland

Seismic measuring stations do not only record seismic waves. They also pick up tremors caused by other factors: these are known as seismic background noise. Humans are partly responsible for these constant movements of the Earth. For instance, road traffic or industrial activities may cause vibrations in the Earth’s crust. Their impact is typically greater during the day and lower at night and at the weekend. Wind, waves and the weather also cause the Earth to vibrate constantly. International studies have shown that levels of human-induced seismic background noise have decreased in many locations since the outbreak of the coronavirus pandemic. Measuring stations are thus indirectly detecting the effects of the lockdown and the associated drop in human activity. The Swiss Seismological Service at ETH Zurich has observed this phenomenon in Switzerland too.

Some of the stations belonging to the Swiss Strong Motion Network (SSMNet) in particular, many of which are located in urban areas, have recorded significant drops in seismic background noise. This has been the case for the stations in Martigny, Zurich, Basel and Geneva, among others. Since the state of emergency was declared, levels of background noise in these towns and cities have been almost as low on working days as they were at weekends before the lockdown began. Saturday and Sunday evenings have also been far quieter than usual since the start of the lockdown. The seismic noise levels recorded on weekend evenings have fallen to the level typically observed on a normal weekday evening in the relevant towns and cities – as a rule, more seismic noise is generated on weekend evenings than on weekday evenings.

Conversely, rural or alpine stations belonging to the national broadband network (SDSNet) have only recorded slight decreases in background noise because these areas are considerably less affected by vibrations from road traffic, trains and other human activities. Strong winds and other weather factors may nevertheless lead to increased levels of background noise in some areas, as may have been the case in northeastern Switzerland during the period under study (23 to 29 March 2020).

Due to the exceptional situation in Switzerland, measuring stations are now able to detect somewhat smaller earthquakes whose signals would otherwise be lost amid the background noise. The COVID-19 lockdown has therefore increased the sensitivity of earthquake monitoring in some parts of Switzerland, although the overall effect, at just 0.1 to 0.2 magnitude units, is not very great. By way of comparison, the sensitivity of monitoring is on average 0.5 magnitude units greater during the night than during daytime working hours. Latest data show at some stations that the seismic background noise has slightly increased over the last days. However, statements about compliance with lockdown measures cannot be derived from these data.

TOPICS

Earthquake

Help, the Earth Is Shaking!

Help, the Earth Is Shaking!

Earthquakes are inevitable, but the damage they may be expected to cause can be mitigated in relatively simple ways. Find out the recommended behaviour before, during and after a powerful earthquake.

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Knowledge

Earthquake Country Switzerland

Earthquake Country Switzerland

Switzerland experiences between 1'000 and 1'500 earthquakes a year. Swiss citizens actually feel somewhere between 10 and 20 quakes a year, usually those with a magnitude of 2.5 or above. Based on the long-term average, 23 quakes with a magnitude of 2.5 or above occur every year. Find out more about the natural hazards with the greatest damage-causing potential in Switzerland.

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Alerting

Always Informed

Always Informed

If you want to be kept informed at all times, here you will find an overview of the various information services provided by the Swiss Seismological Service (SED).

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Knowledge

Earthquake Hazard

Earthquake Hazard

In Switzerland, earthquakes are the natural hazard with the greatest potential for causing damage. They cannot currently be prevented or reliably predicted. But, thanks to extensive research, much is now known about how often and how intensely the earth could shake at a given location in the future. Consult a variety of different maps using our interactive web tool to find out how likely certain earthquakes are in Switzerland.

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Research & Teaching

Fields of Research

Fields of Research

We are often asked what staff at the SED do when no earthquakes are occurring. The answer is they conduct research in a variety of fields, constituting SED's main scientific activities described in our research field section.

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About Us

Swiss Seismological Service (SED)

Swiss Seismological Service (SED)

The Swiss Seismological Service (SED) at ETH Zurich is the federal agency responsible for monitoring earthquakes in Switzerland and its neighboring countries and for assessing Switzerland’s seismic hazard. When an earthquake happens, the SED informs the public, authorities, and the media about the earthquake’s location, magnitude, and possible consequences. The activities of the SED are integrated in the federal action plan for earthquake precaution.

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Earthquakes

Earthquake Monitoring

Earthquake Monitoring

Around 10 to 20 times a year you will hear or read about an earthquake occurring in Switzerland. However, the vast majority of quakes recorded by the SED go unnoticed by the general public because they fall below the threshold of human perception and can only be detected by sensitive measuring devices. The Swiss Seismological Service (SED) operates a network of more than 200 seismic stations across Switzerland.

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Research and Teaching

Products and Software

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