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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens informiert der SED Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind im Massnahmenprogramm des Bundes zur Reduktion des Erdbebenrisikos eingebunden. 


Aktuelle Erdbeben:  Schweiz /  Welt

Swiss Earthquake Map
Date/Time(UTC)   Lat   Lon Mag Region
2015/03/06 10:39 -44.04 -78.40 5.1 OFF COAST OF AISEN, CHILE
2015/03/06 08:22 -41.35 80.52 5.6 Mid-Indian Ridge
2015/03/06 06:41 4.07 126.38 4.8 KEPULAUAN TALAUD, INDONESIA
2015/03/06 06:00 40.70 51.80 4.4 Caspian Sea
2015/03/06 04:01 34.95 -3.00 4.0 MOROCCO
2015/03/06 00:07 51.22 -176.16 4.4 ANDREANOF ISLANDS, ALEUTIAN IS
2015/03/05 23:59 25.38 125.00 4.7 SOUTHWESTERN RYUKYU ISL., JAPA
gesamte Liste der Erdbeben in Lokalzeit
 
In der Schweiz verspürte Erdbeben der letzten 72 Stunden:

Manuell überprüfte Lokalisierung

Region: Schwyz SZDatum/Zeit: 2015/03/04  07:13 (CH)  2015/03/04 06:13 (UTC),
Magnitude: 2.8 (Aktualisiert: 04.03.2015 10:39:12 UTC)
Erdbeben gespürt? »

 

Aktuelles

data_archive

Verbesserter Zugang zu Erdbebendaten

Der Schweizerische Erdbebendienst hat den Zugang zu seinen Erdbebendaten und Ereignisarchiven für Fachpersonen vereinfacht. Das offen zugängliche Datenportal arclink.ethz.ch wurde überarbeitet und optimiert. Neu besteht ein interaktiver Zugang zum Stationsnetz sowie zum Erdbebenkatalog. Wellenformdaten können über längere Zeiträume oder für bestimmte Beben heruntergeladen werden. Zusätzlich sind nun auch die Webdienste der „International Federation of Digital Seismograph Networks“ (FDNS) zugänglich.

Weitere Informationen auf Englisch finden Sie hier.

05.03.2015

Christchurch

Die Stadt der Zukunft: bitte erdbebensicher!

Die Bilder nach den Erdbeben in Haiti, Japan, L’Aquila oder Christchurch haben sich tief eingeprägt: zerstörte Häuser, chaotische Szenen, Verletzte und Tote. Erdbeben bleiben auch für die Städte der Zukunft eine tödliche Gefahr, aber wir sind ihnen nicht machtlos ausgeliefert.

Hier geht es zum ganzen Artikel im Zukunftsblog der ETH Zürich

26.02.2014

Nature_Geoscience

Wann kommt das nächste grosse Beben?

Für die Japanische Subduktionszone lautet die Antwort „jederzeit“, wie Forschende des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) in ihrem Artikel in der Zeitschrift Nature Geoscience darlegen, der heute erschien.

Im Fokus der Untersuchung stand folgende Frage: Wie schnell ist eine Verwerfung nach einem grossen Erdbeben wieder für ein neues Beben bereit? Die SED Forscherin Dr. Thessa Tormann analysierte auf der Suche nach Antworten zusammen mit ihren Kollegen vom SED und der Universität Tsukuba in Japan anhand statistischer Methoden die Daten von bis zu einer Million kleinerer Erdbeben. Sie alle wurden an der Japanischen Subduktionszone vor und nach dem Magnitude 9 Tohoku-Erdbeben vom 11. März 2011 aufgezeichnet. Die Untersuchungsergebnisse zeigen eine überraschend schnelle Erholung des Spannungszustandes, was darauf hindeutet, dass die Erde schon kurz nach einem derartigen Mega-Erdbeben wieder für ein neues bereit sein könnte. Zwar ereignen sich solche Erdbeben glücklicherweise im Durschnitt nur alle paar hundert Jahre, aber wenn sich die Resultate der SED Forschenden bestätigen, gibt es keine Zeit der Sicherheit nach einem grossen Beben.

Hier geht’s zum Artikel „Randomness of megathrust earthquakes implied by rapid stress recovery after the Japan earthquake” (gesamter Artikel nur für Abonnenten zugänglich)

Was Erdbebendaten sonst noch preisgeben, erklärt Snapshot 8 „Erdbeben im Datenberg“

03.02.2015

Shakemap Biel BE 31.01.2015

Drei spürbare Beben bei Biel

Seit dem 31. Januar 2015 haben sich bei Biel mehrere kleine Erdbeben ereignet. Davon sind drei von der Bevölkerung verspürt worden. Am stärksten wahrgenommen wurde das Beben vom 31. Januar um 22:54 Uhr mit einer Magnitude von 3.1, wie aus über 300 Verspürtmeldungen hervorgeht. Vor allem rund um den Bielersee sowie im südlichen Jura wurde das Beben deutlich wahrgenommen. Wenige Personen meldeten zudem, das Beben vom 31. Januar um 23:20 Uhr (M = 2.0) verspürt zu haben sowie jenes vom Montagmorgen, 2. Februar um 05:05 Uhr (M = 2.6). Schäden sind bei Erdbeben dieser Stärke nicht zu erwarten.

Die letzten spürbaren Beben bei Biel mit Magnituden von 2.7 und 3.2 ereigneten sich am 8. Januar 2014. Bis zum 30. Januar 2014 registrierten die Messgeräte des SED über 25 Nachbeben. Mit Magnituden zwischen 0.6 und 2.2 waren sie aber zu schwach, um von vielen Personen verspürt zu werden. Eine solche Häufung von kleineren Nachbeben stellt in der Umgebung von Biel nichts Aussergewöhnliches dar. Ein Blick in die nähere Vergangenheit verrät, dass sich bei Saint-Ursanne, Solothurn oder Fribourg ähnliche Sequenzen ereignet haben. Sie richteten allesamt keine Schäden an.

Auch dieses Jahr haben sich bereits einige Nachbeben bei Biel ereignet, die für die Bevölkerung nicht spürbar waren. Solche Erdbebensequenzen klingen in der Regel von selbst wieder ab, in seltenen Fällen entwickeln sie sich zu einem länger anhaltenden Erdbebenschwarm oder nehmen gar mit der Zeit in Stärke und Anzahl zu. Die Entwicklung eines Erdbebenschwarms lässt sich genauso wenig verlässlich vorhersagen wie Erdbeben im Allgemeinen.

02.02.2015

Maximale Magnitude

Erdbeben in der Schweiz im 2014: ein Rückblick

Im Vergleich zu vorherigen Jahren hat sich die Anzahl der registrierten Erdbeben mit rund 950 nahezu verdoppelt (2013 ca. 600 Beben, 2012 ca. 500 Beben). Dieser Anstieg lässt sich hauptsächlich damit erklären, dass sich dank dem Ausbau und der Verdichtung des seismischen Messnetzes in den vergangenen Jahren mehr Beben mit sehr geringen Magnituden aufzeichnen lassen. Zudem traten 2014 in der Schweiz verschiedene Erdbebensequenzen auf, die zu der grösseren Zahl registrierter Erdbeben beigetragen haben. Die Magnituden der im Jahr 2014 registrierten Ereignisse lagen zwischen -0.4 und 3.2 auf der Richterskala. Die Zahl der möglicherweise spürbaren Beben mit Magnitude 2.5 oder mehr lag mit 21 nahe am Durchschnitt von 23 Ereignissen pro Jahr (über einen Betrachtungszeitraum von 39 Jahren).

Aussergewöhnlich war die Erdbebensequenz bei Diemtigen (BE) westlich des Thunersees. Zwischen April und Dezember 2014 wurden mehr als 260 Ereignisse registriert. Die drei stärksten Beben ereigneten sich am 10. Mai (Magnitude 2.7), am 25. Juni (Magnitude 2.7) und am 15. Oktober (Magnitude 3.2).

Von der Bevölkerung teilweise deutlich verspürt wurden neben den stärkeren Beben der Diemtigen-Sequenz auch die zwei Beben in der Region Biel vom 8. Januar (Magnitude 2.8 und 3.2), das Beben bei Volketswil (ZH) vom 8. November (Magnitude 2.8) sowie das Beben bei Walenstadt (SG) vom 14. November (Magnitude 3.1). Keines der Beben war stark genug, um Schäden anzurichten.

Anzahl Erdbeben
Karte_Erdbeben Schweiz_2014
 

Allgemein gesehen konzentrierte sich die Erdbebenaktivität im Jahr 2014, wie in den vergangenen Jahren, vor allem auf das Wallis und den Kanton Graubünden. Aber auch die Region zwischen Walensee und Liechtenstein, die Zentralschweiz, der Kanton Fribourg und der Jura waren 2014 seismisch aktive Gebiete.

Medienmitteilung "Erdbeben in der Schweiz im 2014: ein Rückblick"

27.01.2015

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