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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens informiert der SED Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind im Massnahmenprogramm des Bundes zur Reduktion des Erdbebenrisikos eingebunden. 


Aktuelle Erdbeben:  Schweiz /  Welt

Swiss Earthquake Map
Date/Time(UTC)   Lat   Lon Mag Region
2015/05/28 07:57 24.14 122.48 4.8 TAIWAN REGION
2015/05/28 07:36 36.42 143.09 4.5 OFF EAST COAST OF HONSHU, JAPA
2015/05/28 06:04 34.70 91.10 4.5 Qinghai, China
2015/05/28 02:22 55.73 165.59 4.3 KOMANDORSKIYE OSTROVA REGION
2015/05/27 17:51 22.00 143.60 4.6 Volcano Islands, Japan
2015/05/27 16:16 1.80 95.40 4.4 Off w coast of Northern
2015/05/27 11:47 5.80 126.37 4.9 MINDANAO, PHILIPPINES
gesamte Liste der Erdbeben in Lokalzeit
 
In der Schweiz verspürte Erdbeben der letzten 72 Stunden: Keine

 

Aktuelles

Nepal_7.3_

Erneut starkes Erdbeben in Nepal

Ein weiteres starkes Erdbeben mit einer Magnitude von 7.3 hat Nepal am 12. Mai 2015 um 7:05 UTC (9:05 CH) (12:50 Lokalzeit) getroffen. Das Epizentrum lag 80 km nordöstlich von Kathmandu, nahe beim Mount Everest an der Grenze zu Tibet in einer Tiefe von ungefähr 15 km. Das Beben ereignete sich ebenfalls auf der tektonischen Grenze zwischen Indien und Asien in derselben Tiefe am östlichen Ende des Bruchs des Bebens vom 25. April 2015. Östlich von Kathmandu ist mit zusätzlichen Schäden zu rechnen. Starke Nachbeben sind zu erwarten und ein weiteres grösseres Beben kann nicht ausgeschlossen werden.

Weitere Informationen zum Beben finden Sie beim USGS.

12.05.2015

QS_Rating

1. Platz Erd- und Meereswissenschaften

Im diesjährigen QS – World University Ranking nach Fach belegt die ETH Zürich den ersten Platz in den Erd- und Meereswissenschaften. Das Ranking beruht auf der akademischen Reputation, dem Ansehen des Arbeitgebers und dem Einfluss auf die Forschung. Das  D-ERDW, dem der SED assoziiert ist, erlangte diese Spitzenposition zum ersten Mal nachdem es im vergangenen Jahr den neunten Platz belegte. Die ETH Zürich liegt insgesamt auf dem 12. Rang der Universitäten und hat damit ihre letztjährige Position beibehalten. Der Schweizerische Erdbebendienst freut sich über diese exzellenten Bewertungen und dankt für die gute Zusammenarbeit!

04.05.2015

Nepal_intensity_2015

Starkes Erdbeben in Nepal

Am Samstag, 25. April 2015 hat um 06:11 Uhr (UTC) ein Erdbeben der Stärke 7.8 Nepal erschüttert. Der Ausgangspunkt des Bebens lag ca. 80 km nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu in einer Tiefe von 15 km.

Dieses Ereignis gehört zu den zehn stärksten instrumentell aufgezeichneten Erdbeben des Himalayas. Das letzte ähnlich grosse Beben in Nepal liegt über 80 Jahre zurück. Es ereignete sich 1934 und wies eine Magnitude von 8.2 auf. Das letzte grosse Beben in diesem Gebiet mit einer Magnitude von 7.6 traf 2005 Kashmir und Pakistan.

Die Himalaya Region zählt weltweit zu den seismisch aktivsten Zonen, in denen immer wieder grössere Erdbeben auftreten. Grund dafür ist die Kollision der Indischen mit der Eurasischen Platte, wobei sich Indien relativ mit fast 5 cm/Jahr auf Eurasien zu bewegt. Die in Ost-West Richtung verlaufende Plattengrenze bildet mehrere parallele Haupt- und Nebenverwerfungen, auf einer von denen sich das Beben vom Samstag ereignete. Nach bisherigen Erkenntnissen erstreckt sich die Bruchfläche vom Epizentrum in Richtung Ost-Südost über eine Strecke von ca. 150 km und ungefähr 50 km in Nord-Süd Richtung. Die nepalesische Hauptstadt Kathmandu liegt direkt über der Bruchfläche. Westlich des Epizentrums in Richtung Pokhara waren die Erschütterungen im Vergleich weniger stark.

Im europäischen Alpenraum, wo die Eurasische und die Afrikanische Platte zusammenstossen, beträgt die Kollisionsrate im Vergleich dazu nur 1 bis 4 mm/Jahr. Die stärksten historisch bekannten Beben in den Alpen sind mit Magnitude 7 etwa 20-mal schwächer als das Magnitude 7.8 Beben in Nepal.

Zwischenzeitlich haben sich zahlreiche, teils sehr starke Nachbeben ereignet. Das bisher stärkste Nachbeben entsprach in etwa dem Erdbeben von Basel 1356, dem grössten historisch bekannten Ereignis in der Schweiz. Es ist zu erwarten, dass es in den nächsten Wochen weitere starke Nachbeben gibt, die neue Schäden oder auch Lawinen und Erdrutsche auslösen können. Die Nachbeben werden noch Monate andauern und es ist zudem nicht völlig auszuschliessen, dass sich ein weiteres, grosses Beben ereignet.

Das genaue Schadensausmass ist nach wie vor nicht bekannt, es sind aber bereits mehrere tausend Todesopfer zu beklagen.

Weitere Informationen zum Beben finden Sie unter folgenden Links:

Tagesschaubeitrag vom 26.04.2015

Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

IRIS  (auf Englisch)

USGS  (auf Englisch)

EMSC (auf Englisch)

27.04.2015

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