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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens informiert der SED Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind im Massnahmenprogramm des Bundes zur Reduktion des Erdbebenrisikos eingebunden.

 

100 Jahre SED

 

Aktuelle Erdbeben:  Schweiz /  Welt

Swiss Earthquake Map
Date/Time(UTC)   Lat   Lon Mag Region
2014/04/23 09:03 -8.10 155.60 5.0 Solomon Islands
2014/04/23 08:58 -7.51 154.72 5.0 BOUGAINVILLE REGION, P.N.G.
2014/04/23 07:53 -9.13 106.37 4.4 South of Java, Indonesia
2014/04/23 07:39 -11.30 162.14 4.5 Solomon Islands
2014/04/23 07:18 -15.92 -73.37 4.6 Southern Peru
2014/04/23 06:06 -23.92 -67.48 4.2 Chile-Argentina Border Region
2014/04/23 05:57 -6.82 154.56 4.9 BOUGAINVILLE REGION, P.N.G.
gesamte Liste der Erdbeben in Lokalzeit
 
In der Schweiz verspürte Erdbeben der letzten 72 Stunden: Keine

 

Aktuelles

AprilD_aktiv

Erdbeben in der Kunst: Betrachten, lauschen, eintauchen

In Snapshot 04 präsentieren wir Ihnen Erdbeben fernab von Seismogrammen, Magnituden und erdwissenschaftlichen Analysen.

Zu viel wollen wir an dieser Stelle aber nicht verraten – schauen und hören Sie selbst, wie sich Erdbeben beispielsweise auf Leinwänden abzeichnen oder in Rhythmen verwandeln.

seismo@school

Seismology@School Lehrer Workshop

Vom 20. bis am 24. Oktober 2014 findet in Sion ein Seismology@School Workshop für Lehrpersonen statt. Dies ist der dritte derartige Kurs im Rahmen des EU Projekts NERA. Der Kurs richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe, die bereits entsprechende Fächer unterrichten oder dies künftig planen. Der Lehrgang bietet vielfältige Möglichkeiten, mehr über das Thema Erdbeben zu erfahren, neue Inspirationen für den eigenen Unterricht zu gewinnen und sich mit anderen Lehrpersonen auszutauschen.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier.

10.04.2014

Cueno_2014

Das grösste Erdbeben in den westlichen Alpen seit 50 Jahren

Am Montag, 7. April 2014 ereignete sich im Ubaye Massif in den französischen Alpen (auf unserer Webseite der Provinz Cuneo zugeordnet) um 21.27 Uhr ein Erdbeben der Stärke 5. Die Tiefe betrug 9 km.

Aus dem Epizentralgebiet (St. Paul sur Ubaye, Jausiers, Barcelonnette) liegen Berichte über abgestürzte Schornsteine sowie Risse in Gebäuden vor. In der Schweiz wurde das Beben bis in den 200 km entfernten Kanton Genf verspürt. Vereinzelt trafen auch Meldungen aus den Kantonen Waadt und Wallis ein. Beim Erdbebendienst gingen rund 150 Verspürtmeldungen ein.

Beim Beben vom 7. April handelt es sich um das stärkste seismische Ereignis im westlichen Teil der Alpen seit jenem von Corrençon (Vercors) im Jahr 1962. Es weist eine grössere Magnitude auf als die Beben von Epagny-Annecy (1996) und Vallorcine (2005), die ebenfalls in der Schweiz spürbar waren. Das Beben von Epagny verursachte aber aufgrund seiner Nähe zu bewohnten Gebieten grössere Schäden.

Die betroffene Region ist die seismisch aktivste der westlichen Alpen. Im Jahr 1959 ereignete sich ein Erdbeben mit einer Magnitude von 5.5 (St. Paul sur Ubaye, 5. April). Am häufigsten treten in diesem Gebiet jedoch sogenannte Erdbebenschwärme auf. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl ähnlich grosser Beben, die sich nahe beieinander ereignen, ohne dass es zu einem Hauptbeben kommt. Zwischen 2003 und 2004 wurden beispielsweise 16‘000 Ereignisse lokalisiert (grösste Magnitude 2.7). Das Beben vom 7. April gehört zu einem weiteren Erdbebenschwarm, der 2012 begann. Es ereignete sich beinahe am selben Ort wie ein Erdbeben der Magnitude 4.3 am 26.02.2012.

Weitere Informationen zum Ereignis bei Ubaye finden Sie bei Sismalp.

08.04.2014

03_DE

Menschgemachte Erdbeben

Tausende von kleineren und grösseren Erdbeben erschüttern die Welt tagtäglich. Einige davon lassen sich keinen natürlichen Ursachen zuordnen, sie sind menschgemacht. Kräftiges in die Luft Springen reicht dafür nicht aus. Technische Eingriffe in den Untergrund, wie sie Bergbau- und Geothermieprojekten oder die Erdgasförderung notwendig machen, können aber Beben verursachen.

Erkunden Sie in Snapshot 03 auf interaktiven Grafiken, weshalb sich induzierte Erdbeben ereignen und welche natürlichen Kräfte neben den tektonischen Erdbeben auslösen.

Daten, Details und vieles mehr zum Jubiläumsjahr veröffentlichen wir auf unserer Jubiläumsseite.

14.03.2014

Antrittsvorlesung

Menschgemachte Erdbeben. Ein Fluch oder ein Segen?

Stefan Wiemer hielt am 12. März 2014 seine Antrittsvorlesung als ordentlicher Professor an der ETH Zürich zum Thema induzierte Seismizität. Er beleuchtete darin, dass Erdbeben nicht nur verheerende Schäden anrichten, sondern in kleinen Dosen auch von Nutzen sein können. Mehr dazu in der Videoaufzeichnung seiner Präsentation.

12.03.2014

BOBI

Zehn neue Schwachbebenstationen in der Nordschweiz

Der Schweizerische Erdbebendienst hat sein seismisches Netzwerk in der Nordschweiz erweitert. Die zehn neuen Messstationen verdichten das nationale Breitbandnetz (SDSNet) und ergänzen das seit 2003 gemeinsam mit der Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) betriebene Stationsnetz in dieser Region.

Das erweiterte Messnetz zielt darauf ab, die seismische Aktivität in der Umgebung der im Rahmen des Sachplans geologische Tiefenlager vorgeschlagenen Standortgebiete für hochradioaktive Abfälle zu erfassen. Die gesammelten Daten helfen dabei, bisher möglicherweise unbekannte aktive Störungszonen aufzuspüren. Die erweiterte Datenbasis soll künftig den zuständigen Behörden als Grundlage für weiterführende Untersuchungen dienen.

Faktenblatt mit Hintergrundinformationen zum erweiterten Schwachbebennetzwerk in der Nordschweiz.

07.03.2014

  Frühere Beiträge aus der Rubrik „Aktuelles“ finden Sie hier.