Schweizerischer Erdbebendienst (SED)
Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. Seine Hauptaufgaben sind die Überwachung der Seismizität der Schweiz und die Untersuchung der Erdbebengefährdung. Die Aktivitäten des SED sind im Massnahmenprogramm des Bundes zur Reduktion des Erdbebenrisikos eingebunden.
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Erdbeben: zweitgrösstes Risiko für die Schweiz Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) untersuchte, welche Auswirkungen verschiedene Katastrophen und Notlagen in der Schweiz nach sich zögen. Gemäss dem „Risikobericht 2012“ gelten Erdbeben als zweitgrösstes Risiko für die Schweiz gefolgt von grossräumigen Stromausfällen. An erster Stelle stehen Pandemien. Erdbeben weisen zwar das höchste Schadenpotential aller betrachteten Gefährdungen auf, treten aber seltener auf als andere Notlagen und Katastrophen.
23.04.2013 |
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Sprengung des Sprecherhofs von Seismografen aufgezeichnet Die seismischen Messstationen des nationalen Überwachungsnetzes zeichneten das seltene Ereignis einer kontrollierten Sprengung eines Gebäudes in der Schweiz auf. Die Grafik links zeigt die seismischen Wellen, die von der Sprengung und dem Zusammenfallen des Sprecherhofs in Aarau ausgelöst worden sind. Erfasst hat sie die Station EMMET in 8 km Entfernung von Aarau kurz nach 02:10 Uhr Lokalzeit (01:10 UTC) in der Nacht auf den Freitag (8. März 2013). 08.03.2013 |
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Atomtest
in Nordkorea auch in der Schweiz registriert Die seismischen Wellen, welche durch den nordkoreanischen Atomtest am 12. Februar 2013 (02:57
UTC, 03:57 Lokalzeit CH) ausgelöst worden sind, erreichten die Erdbebenmessstationen in der
Schweiz ungefähr 12 Minuten später. Anhand der Wellenform der seismischen
Signale lässt sich erkennen, dass es sich bei diesem Ereignis um eine Explosion
und nicht um ein Erdbeben handelt. Bei Explosionen
ist die P-Welle (die als erste eintrifft) im Vergleich zur später ankommenden
S-Welle viel stärker ausgeprägt als bei einem Erdbeben.
Die Stärke der Explosion entsprach einer Erdbebenmagnitude von etwa 5, damit war dieser Test bedeutend grösser als die beiden vorherigen in den Jahren 2006
(Magnitude 4.1) und 2009 (Magnitude 4.5). Die von der Comprehensive
Nuclear-Test-Ban Treaty Organization (CTBTO) in Wien bestimmte und von anderen
weltweiten seismologischen Diensten bestätigte Lokalisierung in der
nordkoreanischen Provinz Nord-Hamgyong deutet darauf hin, dass der Test vom 12. Februar 2013 am
selben Ort wie die beiden vorherigen stattgefunden hat. Die Schweiz beteiligt sich mit der SED-Station DAVOX bei Davos (GR) am weltumspannenden Beobachtungsnetz der CTBTO mit derzeit 146 seismischen Stationen zur Überwachung des Atomteststoppvertrages. Weitere Informationen der CTBTO Ereigniszusammenfassung des USGS Allgemeine Informationen zur Verifikation von Atomtests des SED |
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13.02.2013 |
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Erdbebenvorsorge: Bund setzt sein Massnahmenprogramm fort Der Schutz vor Erdbeben soll in der Schweiz weiter verbessert werden. Der Bundesrat hat für den Zeitraum 2013 bis 2016 die Schwerpunkte seines Massnahmenprogrammes zur Erdbebenvorsorge festgelegt. Dazu gehört die Erweiterung des Starkbebennetzes. Der SED installiert in der nun bewilligten zweiten Phase bis 2018 70 zusätzliche Stationen.
Download des sektoriellen Berichts des SED
Weitere Informationen zum Massnahmenprogramm des Bundes (BAFU) und zur zweiten Phase der Erweiterung des Starkbebennetzes (SED)
31.01.2013 |
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Erdbeben in der Schweiz im 2012: ein Rückblick Der Schweizerische Erdbebendienst registrierte im Jahr 2012 in der Schweiz und im nahen Ausland rund 500 Erdbeben. Die Magnituden dieser Ereignisse lagen zwischen 0 und 4.2 auf der Richterskala. Obwohl das stärkste Beben um eine ganze Magnitudeneinheit grösser war als das stärkste des Jahres 2011, wies die Schweiz im Jahr 2012 eine vergleichsweise geringe Erdbebenaktivität auf. Es traten lediglich 13 Erdbeben mit einer Magnitude von mindestens 2.5 auf im Vergleich zu durchschnittlich rund 23 Ereignissen über die vorhergehenden 37 Jahre. Fünf Erdbeben wurden von der Bevölkerung deutlich gespürt: Dazu gehören die zwei Beben in der Gegend von Filisur am 1. und 2. Januar (Magnitude 3.3 und 3.5), die zwei Beben von Zug anfangs Februar (Magnitude 4.2 und 3.5) sowie das Beben von Vallorcine zwischen Martigny und Chamonix Ende Oktober (Magnitude 3.6). Die Beben von Filisur waren Teil einer Bebensequenz von zehn Ereignissen am gleichen Ort. Jenes von Vallorcine ist Teil einer anhaltenden Erdbebentätigkeit, die im September 2005 mit einem Ereignis der Magnitude 4.9 ihren bisherigen Höhepunkt hatte. Allgemein gesehen konzentrierten sich die Erdbeben im Jahr 2012, wie in den vergangenen Jahren, auf das Wallis und den Kanton Graubünden. Eine erhöhte Aktivität war zudem in der Zentralschweiz zu verzeichnen. |
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![]() Erdbebenkarte der Schweiz 2012 24.01.2013 |
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Bhutan – ein Land mit vielen Unbekannten
Neuigkeiten aus Bhutan: Erfahren Sie täglich, was unsere Seismologinnen und Seismologen über ihre Arbeit in Bhutan berichten. Zahlreiche Mythen ranken sich um das Königreich Bhutan, welches im östlichen Himalaya liegt und das Recht auf Glück in seiner Verfassung festschreibt. Die geographische Abgeschiedenheit und die selbstbestimmte kulturelle Abgrenzung tragen dazu bei, dass sich Legenden lange halten. Eine könnte heissen, dass Bhutan eine vergleichsweise tiefe Erdbebengefährdung und Erdbebenaktivität aufweist. Denn in den vergangenen 120 Jahren blieb das Land von stärkeren Erdstössen verschont, obwohl es von seismisch aktiven Gebieten umgeben ist. Um Antworten auf diese und andere Fragen zu finden, installiert und betreut der Schweizerische Erdbebendienst (SED) in Zusammenarbeit mit der Gruppe Seismologie und Geodynamik der ETH Zürich im Jahr 2013 ein temporäres seismisches Netzwerk in Bhutan.
Das vom Schweizer Nationalfond (SNF) finanzierte Forschungsprojekt wird mit tatkräftiger Unterstützung und in Begleitung unserer Bhutanesischen Kollegen durchgeführt, welche die so gewonnenen Daten als Grundlage für weitere Projekte verwenden (z. B. Erstellen einer Erdbebengefährdungskarte). Der langjährige freundschaftliche Kontakt zum geologischen Dienst in Bhutan gewährleistet einen nachhaltigen Austausch über die Projektdauer hinaus.
Weitere Informationen zum Projekt GANSSER finden Sie hier. 21.12.2012 |
| Frühere Beiträge aus der Rubrik „Aktuelles“ finden Sie hier. |










