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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens informiert der SED Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind im Massnahmenprogramm des Bundes zur Reduktion des Erdbebenrisikos eingebunden.

Aktuelle Erdbeben:  Schweiz /  Welt

Swiss Earthquake Map
Date/Time(CH)   Date/Time(UTC)   Mag Region
2016/05/29 01:59   2016/05/28 23:59   1.4 Sion VS
2016/05/29 01:49   2016/05/28 23:49   1.7 Sion VS
2016/05/28 21:33   2016/05/28 19:33   1.0 Chamonix F
2016/05/28 14:16   2016/05/28 12:16   1.0 Sion VS
2016/05/28 13:57   2016/05/28 11:57   1.5 Sion VS
2016/05/28 00:09   2016/05/27 22:09   1.4 Sion VS
2016/05/27 11:29   2016/05/27 09:29   1.2 BASEL
2016/05/27 08:51   2016/05/27 06:51   2.0 Bellegarde-sur-Valserine F
2016/05/27 02:05   2016/05/27 00:05   0.5 Sion VS
gesamte Liste der Erdbeben in Lokalzeit   gesamte Liste der Erdbeben in UTC Zeit
 
In der Schweiz verspürte Erdbeben der letzten 72 Stunden: Keine

 

Aktuelles

Sion_20052016

Erneutes Erdbeben bei Sion (VS)

Am Samstag 21. Mai 2016 um 5:49 Uhr (Lokalzeit) ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 2.9 zwischen Grimisuat, Ayent und St Léonard (VS) in einer Tiefe von 8 km. Die Einwohner der Stadt Sitten und der umliegenden Gemeinden haben die Erschütterungen klar verspürt. Von fast 100 Personen sind Verspürtmeldungen auf unserer Webseite eingegangen. Schäden sind bei einem Beben dieser Stärke nicht zu erwarten.

Dieses Erdbeben steht in Verbindung mit einem Erdbebenschwarm, der am 20. Juni 2015 mit einem Erdbeben der Magnitude 3.0 seinen Anfang nahm. Der Schwarm war besonders aktiv ab Oktober 2015 (siehe Aktuellbeitrag vom 19.11.2015). Nach einer ruhigeren Periode ist er seit dem 10. Mai 2016 wieder aktiver. Solche Sequenzen stellen in der Schweiz nichts Aussergewöhnliches dar, ihre Entwicklung lässt sich jedoch nicht vorhersagen: In der Regel enden Schwarmaktivitäten nach einigen Wochen oder Monaten, in seltenen Fällen nehmen die Beben mit der Zeit an Stärke und Anzahl zu.

Timeline Sion DE

21.05.2016

Workshop_Geothermie

Workshop Erdbeben und Geothermie – Freund und Feind zugleich

Experten aus Forschung (ETH Zürich), Behörden (Kanton Jura und Bundesamt für Energie) und Industrie (Geo-Energie Suisse AG) teilen an einem Informationsnachmittag und Workshop am 6. Juni 2016 ihr Wissen über den Umgang mit induzierter Seismizität im Rahmen von Tiefengeothermieprojekten.

Im Fokus stehen der aktuelle Stand von Wissenschaft und Technik sowie Erfahrungen und bewährte Praktiken in den Bereichen Überwachung und Bewilligungsverfahren.

Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier.

10.05.2016

Poschiavo ShakeMap

Leichtes Erdbeben am Berninapass

Am Montag, 11. April, ereignete sich um 12:47 mittags ein Erdbeben der Magnitude 3.2 am Berninapass GR. Das Beben war im Puschlav und im Oberengadin (vor allem in Pontresina, St. Moritz und Samedan) gut zu spüren. Schäden sind bei einem Beben dieser Stärke nicht zu erwarten.

In der Vergangenheit gab es in diesem Gebiet ähnlich starke Beben, allerdings ist diese Region in den letzten 40 Jahren seismisch eher weniger aktiv als andere Teile des Kantons. Graubünden ist generell einer der seismisch aktiveren Kantone der Schweiz.

11.04.2016

ShakeMap Vallorcine

Erdbeben an der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz

Am Samstag, 9. April 2016 um 23.19 Uhr (Lokalzeit) ereignete sich in der Nähe von Vallorcine (F) ein Erdbeben der Magnitude 3.0. In dieser Region gibt es eine Verwerfungszone, die durch ein Erdbeben am 8. September 2005 aktiviert wurde. Dieses verursachte mit einer Magnitude von 4.9 leichte Schäden. Das Beben vom Samstag kann als Nachbeben dieses Ereignisses eingestuft werden. Ein ähnliches Beben ereignete sich zuletzt am 23. November 2014 mit einer Magnitude von 3.2.

Das Beben vom Samstag wurde in der Schweiz deutlich verspürt, insbesondere in der Region von Martigny und im Val d’Illiez. Dies zeigen die Berichte von über 120 Personen, die auf der Webseite des SED eingegangen sind. In Frankreich wurde das Beben gemäss dem Bureau Central Sismologique Français (BCSF) insbesondere im Tal von Chamonix verspürt. Schäden sind bei einem Beben dieser Stärke nicht zu erwarten.

11.04.2016

360_Video_Aletsch

360° Rundumsicht auf Eisbeben

Das Erforschen von Gletschern hat seit langem Tradition beim Schweizerischen Erdbebendienst (SED). In enger Zusammenarbeit mit den Glaziologen der ETH Zürich (Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie, VAW) untersucht der SED die Fliessbewegungen von Gletschern. Zusammen mit Beobachtungen aus der klassischen Glaziologie geben seismische Messungen Aufschluss über die Prozesse in und unter dem Gletschereis. Ziel ist es, das Zusammenspiel zwischen dem Rückzug der Gletscher, dem Fliessverhalten, den höheren Temperaturen und der Menge an Schmelzwasser zu verstehen.

Im Januar 2016 hat die britische Wissenssendung „BBC Click“ ein Team des SED und der VAW auf den Aletschgletscher begleitet, wo im Rahmen des GlaHMSeis-Projektes (Glazial Hazard Monitoring with Seismology) der Gletscher untersucht wird. Die Arbeiten wurden mit einer 360°-Kamera gefilmt, wodurch ein einzigartiges Video entstanden ist, das den Betrachtern erlaubt, die Blickrichtung selbst zu bestimmen. Schauen und erkundigen Sie das Video auf Ihrem Computer in der neusten Version von Firefox, Internet Explorer, Chrome oder Opera (mit Safari funktioniert es leider nicht) oder auf Ihrem Smartphone in der Youtube-App.

Klicken Sie hier, um zum 360°-Video auf Youtube zu gelangen.

Klicken sie hier, um mehr über Eisbeben und die Forschung des SED zu erfahren.

31.03.2016

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