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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens informiert der SED Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind im Massnahmenprogramm des Bundes zur Reduktion des Erdbebenrisikos eingebunden. 


Aktuelle Erdbeben:  Schweiz /  Welt

Swiss Earthquake Map
Date/Time(CH)   Date/Time(UTC)   Mag Region
2015/01/30 13:24   2015/01/30 12:24   2.0 Tavannes BE
2015/01/30 07:16   2015/01/30 06:16   2.6 Albstadt D
2015/01/30 03:23   2015/01/30 02:23   1.1 Chamonix F
2015/01/29 04:04   2015/01/29 03:04   0.9 Scuol GR
2015/01/28 01:05   2015/01/28 00:05   3.4 Albstadt D
2015/01/28 00:45   2015/01/27 23:45   1.9 Albstadt D
2015/01/27 17:37   2015/01/27 16:37   1.9 Sanetschpass VS
2015/01/26 03:45   2015/01/26 02:45   2.1 Winterthur ZH
2015/01/25 18:38   2015/01/25 17:38   2.3 Zernez GR
gesamte Liste der Erdbeben in Lokalzeit   gesamte Liste der Erdbeben in UTC Zeit
 
In der Schweiz verspürte Erdbeben der letzten 72 Stunden:

Manuell überprüfte Lokalisierung

Region: UdineDatum/Zeit: 2015/01/30  01:45 (CH)  2015/01/30 00:45 (UTC),
Magnitude: 4.1 (Aktualisiert: 30.01.2015 01:00:19 UTC)
Erdbeben gespürt? »

 

Umfrage_DE

Aktuelles

Maximale Magnitude

Erdbeben in der Schweiz im 2014: ein Rückblick

Im Vergleich zu vorherigen Jahren hat sich die Anzahl der registrierten Erdbeben mit rund 950 nahezu verdoppelt (2013 ca. 600 Beben, 2012 ca. 500 Beben). Dieser Anstieg lässt sich hauptsächlich damit erklären, dass sich dank dem Ausbau und der Verdichtung des seismischen Messnetzes in den vergangenen Jahren mehr Beben mit sehr geringen Magnituden aufzeichnen lassen. Zudem traten 2014 in der Schweiz verschiedene Erdbebensequenzen auf, die zu der grösseren Zahl registrierter Erdbeben beigetragen haben. Die Magnituden der im Jahr 2014 registrierten Ereignisse lagen zwischen -0.4 und 3.2 auf der Richterskala. Die Zahl der möglicherweise spürbaren Beben mit Magnitude 2.5 oder mehr lag mit 21 nahe am Durchschnitt von 23 Ereignissen pro Jahr (über einen Betrachtungszeitraum von 39 Jahren).

Aussergewöhnlich war die Erdbebensequenz bei Diemtigen (BE) westlich des Thunersees. Zwischen April und Dezember 2014 wurden mehr als 260 Ereignisse registriert. Die drei stärksten Beben ereigneten sich am 10. Mai (Magnitude 2.7), am 25. Juni (Magnitude 2.7) und am 15. Oktober (Magnitude 3.2).

Von der Bevölkerung teilweise deutlich verspürt wurden neben den stärkeren Beben der Diemtigen-Sequenz auch die zwei Beben in der Region Biel vom 8. Januar (Magnitude 2.8 und 3.2), das Beben bei Volketswil (ZH) vom 8. November (Magnitude 2.8) sowie das Beben bei Walenstadt (SG) vom 14. November (Magnitude 3.1). Keines der Beben war stark genug, um Schäden anzurichten.

Anzahl Erdbeben
Karte_Erdbeben Schweiz_2014
 

Allgemein gesehen konzentrierte sich die Erdbebenaktivität im Jahr 2014, wie in den vergangenen Jahren, vor allem auf das Wallis und den Kanton Graubünden. Aber auch die Region zwischen Walensee und Liechtenstein, die Zentralschweiz, der Kanton Fribourg und der Jura waren 2014 seismisch aktive Gebiete.

Medienmitteilung "Erdbeben in der Schweiz im 2014: ein Rückblick"

27.01.2015

Guarda Shakemap

Erdbeben bei Guarda (GR)

Am 25. Januar 2015 ereignete sich um 18:34 Uhr im Kanton Graubünden bei Guarda ein Erdbeben der Magnitude 3.0 in einer Tiefe von ca. 8 km. Das Erdbeben dürfte vereinzelt verspürt worden sein. Schäden sind bei einem Erdbeben dieser Stärke in der Regel nicht zu erwarten. Ein Nachbeben mit einer Magnitude von 2.3 ereignete sich um 18:38 Uhr.

25.01.2015

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20.01.2015

Yvonand

Erdbeben zwischen den Kantonen Waadt und Freiburg

Am 18. Dezember 2014 ereignete sich nahe Yvonand (VD) um 00:04:26 ein Erdbeben mit einer Magnitude von 3.0 in einer Tiefe von 29.8 km. Aufgrund der beträchtlichen Tiefe wurde das Beben in Yverdon, Fribourg und Lausanne ähnlich stark verspürt. Bei einem Erdbeben dieser Stärke sind keine Schäden zu erwarten.

In den vergangen Jahren haben sich verhältnismässig wenig spürbare Beben in dieser Region ereignet. Es ist aber bekannt, dass dieses Gebiet im 19. und 20. Jahrhundert seismisch sehr aktiv war. 1929 ereignete sich beinahe an gleicher Stelle, aber mutmasslich in geringerer Tiefe ein Beben mit einer geschätzten Magnitude von 5.

18.12.2014

Weinfelden_2014

Erdbeben bei Weinfelden

Der Schweizerische Erdbebendienst an der ETH Zürich hat im Kanton Thurgau in der Umgebung von Weinfelden ein Erdbeben registriert. Das Beben mit einer Magnitude von 3.2 ereignete sich am 15. Dezember 2014 um 07:58:17 Uhr (Lokalzeit) in einer Tiefe von 22.6 km. Aufgrund der grossen Herdtiefe wurde das Erdbeben nur vereinzelt verspürt. Schäden sind keine zu erwarten.

15.12.2014

Wildhaus_2014

Erneutes Erdbeben bei Wildhaus

Am 07. Dezember 2014 um 08:26 Uhr hat sich bei Wildhaus (SG) erneut ein leichtes Beben mit einer Magnitude von 2.7 in einer Tiefe von ca. 3 km ereignet. Bei einem Erdbeben dieser Stärke ist mit keinen Schäden zu rechnen. Am 04. Dezember ereignete sich in derselben Region bereits ein Erdbeben mit einer Magnitude von 2.4.

Eine solche Sequenz stellt nichts Ungewöhnliches dar. Über den zukünftigen Verlauf von Erdbeben lassen sich aber generell keine verlässlichen Aussagen machen. Meist enden solche Häufungen nach einigen Wochen, in seltenen Fällen kommt es zu grösseren Ereignissen.

07.12.2014

Frankreich_Nov2014_Intensity

Erdbeben bei Vallorcine (F)
Sonntag Nacht, 23. November 2014 hat sich um 21:52 Uhr (Lokalzeit) bei Vallorcine (Frankreich), nahe Chamonix, ein Erdbeben mit einer Magnitude von 3.2 in einer Tiefe von ca. 5 km ereignet. Das Erdbeben wurde im Rhonetal zwischen Fully und Aigle verbreitet gespürt. Ungefähr 300 Menschen haben das Beben auf unserer Webseite gemeldet. In Frankreich wurde das Beben laut dem Bureau Central Sismologique Français (franceseisme.fr) bis Bonneville und Albertville verspürt. Bei einem Erdbeben dieser Magnitude ist mit keinen Schäden zu rechnen. 

Das Beben ist Teil einer Sequenz von Erdbeben, die an einer Verwerfungszone bei Vallorcine auftreten. Die Sequenz ist besonders aktiv seit im Jahre 2005 ein Erdbeben der Magnitude 4.9 auftrat. Das grösste darauf folgende Erdbeben geschah 2012 mit einer Magnitude von 3.6.

24.11.2014

TA_Swiss

Energie aus dem Untergrund

Die vermehrte Nutzung von erneuerbaren Energien ist ein wesentlicher Bestandteil der Schweizerischen Energiepolitik. Eine neue Studie von TA-Swiss unter Beteiligung des Schweizerischen Erdbebendienstes beleuchtet die Chance und Risiken von tiefen Geothermieprojekten, die sich als mögliche Alternative zu fossilen Energieträgern und der Kernenergie anbieten.

Link zum Buch „Energy from the Earth Deep Geothermal as a Resource for the Future?“

Blogbeitrag "Erdwärme ohne Erdbeben?"

Antrittsvorlesung zum Thema "Menschgemachte Erdbeben. Ein Fluch oder ein Segen?"

20.11.2014

  Frühere Beiträge aus der Rubrik „Aktuelles“ finden Sie hier.