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Phase 1 (2023-2027). Das Verständnis des Erdbebenrisikos auf nationaler und regionaler Ebene ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung wirksamer Strategien und Massnahmen zur Minderung dieses Risikos. Das Erdbebenrisikomodell der Schweiz (ERM-CH23), das zwischen 2027 und 2022 entwickelt und Anfang 2023 veröffentlicht wurde, ist der Höhepunkt einer multidisziplinären Anstrengung, um zum ersten Mal eine umfassende Bewertung der potenziellen Folgen von Erdbeben auf den Schweizer Gebäudebestand und die Bevölkerung vorzunehmen. Das ERM-CH23 wurde als nationales Modell entwickelt und stützt sich auf hochauflösende Datensätze zur Standortverstärkung und Gebäudeexposition, was es von den meisten bisherigen regionalen Modellen unterscheidet. Es werden mehrere Schadensarten bewertet, von strukturellen/nicht-strukturellen und inhaltlichen wirtschaftlichen Verlusten bis hin zu menschlichen Verlusten wie Todesopfern, Verletzten und Schutzsuchenden. Phase 2 (2023-2027). ERM-CH23 umfasst eine Vielzahl von Produkten, die auf die Bedürfnisse eines sehr unterschiedlichen Publikums zugeschnitten sind. Erdbebenszenarien quantifizieren die durch einzelne Ereignisse verursachten Schäden und werden in der Regel von den kantonalen Behörden in Bereitschaftsübungen eingesetzt und tragen dazu bei, die Bevölkerung für das Erdbebenrisiko zu sensibilisieren. Schnelle Schadensabschätzungen, die unmittelbar nach einem Erdbeben durchgeführt werden, helfen bei der Bewältigung der Folgen eines schädlichen Erdbebens. In den Stunden und Tagen nach einem Erdbeben bilden sie die Grundlage, auf die sich die Blaulichtorganisationen bei ihren Hilfsmassnahmen stützen. Mit Hilfe von probabilistischen Erdbebenrisikoberechnungen für einzelne Gebäudeportfolios wird die finanzielle Gefährdung von Versicherungsnehmern in der Schweiz abgeschätzt. In der zweiten Projektphase wird das Modell weiter verbessert, z.B. durch die Einführung von tageszeitabhängigen Schadenberechnungen und die Aktualisierung der administrativen Gemeindeschichten. Die Pflege des Modells und der Daten, die Sicherstellung der Kompatibilität mit der sich ständig weiterentwickelnden Software OpenQuake und schliesslich die Berechnung verschiedener Produkte, um den Bedürfnissen der verschiedenen Interessengruppen gerecht zu werden, sind wichtige Aspekte dieser Phase. Darüber hinaus sind die Öffentlichkeitsarbeit und die Entwicklung von Lernmodulen wichtige Aktivitäten, um das Verständnis und die Bereitschaft zu verbessern. |
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| SED Projektleitung | Prof. Stefan Wiemer, (coordinator: Philippe Roth) |
| Finanzierung | SED / ETHZ, BABS, BAFU |
| Zeitdauer | Phase 1 (model development): 2017 – 2023, phase 2 (operational phase): 2023 – 2027 |
| Stichwörter | Seismic risk, preparedness, awareness, mitigation, event management |
| Bereich | Earthquake Hazard and Risk |
Wiemer S., Papadopoulos A., Roth P., Danciu L., Bergamo P., Fäh D., Duvernay B., Khodaverdian A., Lestuzzi P., Odabaşi Ö., Fagà E., Bazzuro P., Cauzzi C., Hammer C., Panzera F., Perron V., Marti M., Valenzuela N., Dallo I., Zaugg S., Fulda D., Kästli P., Schmid N., Haslinger F. (2023). Earthquake Risk Model of Switzerland (ERM-CH23). Swiss Seismological Service, ETH Zurich. doi: 10.12686/a20