Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland. Zudem beurteilt er die Erdbebengefährdung und das Erdbebenrisiko in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens informiert der SED die Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind in das vom Bundesrat beschlossene eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.
Der SED ist eine ausserdepartementale Einheit an der ETH Zürich und untersteht dem Vizepräsidenten für Forschung. Der Erdbebendienst arbeitet eng mit dem Institut für Geophysik und dem Departement Erdwissenschaften zusammen. Der Direktor des SED, Stefan Wiemer, ist gleichzeitig Professor für Seismologie am Departement Erdwissenschaften.
Der SED beschäftigt rund 80 Mitarbeitende, darunter sind 15 bis 20 Doktorierende. Ein Grossteil dieser Mitarbeitenden wird durch Drittmittelprojekte finanziert.