Für jedes Erdbeben ab einer Magnitude von 2.5 wird noch vor der ShakeMap eine Schütterkarte erstellt. Der farbige Kreis auf der unten abgebildeten Schütterkarte des Zuger Bebens im Jahr 2012 kennzeichnet die Regionen, in denen das Erdbeben vermutlich spürbar war (gelb). Bei der Schütterkarte handelt es sich um eine vereinfachte Form einer ShakeMap. Sie zeigt auf, in welchem Umkreis des Epizentrums das Erdbeben mutmasslich verspürt worden ist und nimmt eine erste Schadenabschätzung vor. Im Unterschied zur ShakeMap berücksichtigt die Schütterkarte weder die Effekte des lokalen Untergrunds noch die tatsächlich mit Seismometern gemessenen Bodenbewegungen. Sie gründet lediglich auf der automatischen Lokalisierung sowie der Magnitude eines Erdbebens. Sie schätzt die erwartete Erschütterung basierend auf Beobachtungen vergangener Erdbeben in der Schweiz ab.