Erdbeben lösen mancherorts Bodenverflüssigungen aus. Durch die Erschütterungen verlieren die Gesteinspartikel des Bodens ihren Zusammenhalt, der Porenraum wird grösser, Wasser kann eindringen und der zuvor feste Untergrund verliert seine Festigkeit. Das Phänomen kann dort auftreten, wo der Boden sehr wassergesättigt und wenig kompakt ist. Betroffen sind daher vor allem Sedimente- und Lockergesteine, wie sie beispielsweise in Talsenken vorkommen. Solche Bodenverflüssigungen wurden in der Schweiz unter anderem 1946 nach dem Erdbeben in Sierre (Magnitude 5.8) beobachtet.