Unter der Leitung von Dr. Laurentiu Danciu und Dr. Philippe Roth entwirft und implementiert diese Gruppe seismische Gefährdungs- und Risikomodelle in verschiedenen Grössenordnungen, von standortspezifischen über die regionale bis zur nationalen Modellen. Sie übernimmt die technische Umsetzung der Komponenten und Modelle und kümmert sich um die rechnerischen Aspekte. Die Gruppe spielte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des nationalen Erdbebengefährdungsmodells (SUIhaz15) und des Erdbebenrisikomodells (ERM-CH23), die den Entscheidungsträgern, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie der Öffentlichkeit wertvolle Informationen liefern. In einem grösseren Rahmen leitet sie die Entwicklung europäischer Gefährdungsmodelle wie dem ESHM20 und dem Erdbebengefähdungsmodell des Nahen Ostens (EMME14). Die Gruppe arbeitet mit verschiedenen Akteuren und Einrichtungen an der Abschätzung von natürlichen und menschengemachten Erdbebengefährdung und -risiken zusammen, darunter Versicherungs- und Rückversicherungsgesellschaften, Ingenieurbüros und die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA). 

Die Gruppe führt das Sekretariat und den Internetauftritt der European Facilities for Earthquake Hazard and Risk (EFEHR) und bietet Zugang zu nationalen und regionalen Gefährdungsmodellen. Zudem beteiligt sich die Gruppe aktiv an der Entwicklung von Instrumenten zur schnellen Schadensabschätzungen bei Erdbeben und operativer Dienste, welche die Minderungsmassnahmen in der Schweiz unterstützen. Ausserdem vertritt sie die Schweiz im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) in der GEM Stiftung in Pavia (Italien) und leistet ihren Beitrag zum globalen Erdbebenmodell und der Entwicklung der OpenQuake Software.