Einführung Geothermie und Erdbeben 1

Geothermische Energie − auch als Erdwärme bezeichnet − ist die in Form von Wärme gespeicherte Energie unterhalb der Erdoberfläche. Die im Erdinneren vorhandenen Wärmemengen sind gross. Ihr Ursprung liegt grösstenteils in der Zerfallsenergie natürlich radioaktiver Isotope, die sich in der Erdkruste und im Erdmantel befinden.

Grundsätzlich gilt: je tiefer man ins Erdinnere vordringt, desto wärmer wird es. Im Schnitt nimmt die Temperatur ab der Erdoberfläche pro 100 m Tiefe um etwa 3 °C zu. Zudem ist die Wärmeleitung ein sehr langsamer Prozess: Bereits 10 bis 20 Meter unter der Erdoberfläche beginnt der Bereich, wo klimatische Änderungen an der Erdoberfläche keinen Einfluss mehr auf die Temperatur im Untergrund haben. In 5‘000 Metern Tiefe herrschen in der Schweiz Temperaturen von 150 bis 200 °C (BFE "Geothermie"). Nach heutigen Kenntnissen geht man von Temperaturen von über 6‘000 °C im Erdkern aus und von 1‘400 °C im oberen Erdmantel.