Verschiedene Untersuchungen und Beobachtungen weisen auf einen Anstieg der Radonkonzentration im Vorfeld eines Bebens hin. Als verlässlicher Vorbote gilt der Anstieg jedoch nicht: Nur in etwa zehn Prozent der Fälle lässt sich ein Anstieg der Radonkonzentration überhaupt mit seismischer Aktivität in Verbindung bringen. Zudem unterscheiden sich die Distanz von der Radonmessung zum Epizentrum (bis 1‘000 km entfernt), die betroffenen Zeiträume (Stunden bis Monate) und die gemessenen Magnituden stark, wobei sich bisher kein verlässlicher Zusammenhang zwischen den einzelnen Kennwerten finden liess.