Das Hauptziel der permanenten Stationen besteht darin, die Seismizität, also die Erdbebenaktivität zu beobachten. Je länger wir messen, desto mehr Erdbeben zeichnen wir auf, und damit können wir unser Verständnis für das Verhalten der Erde unter uns verbessern.
Bei Erdbebenmessstationen gelangen zwei Arten von Sensoren zum Einsatz:
Der Schweizerische Erdbebendienst betreibt etwa 70 Breitbandstationen, die vor allem an abgelegenen, ruhigen Standorten mit geringem Hintergrundrauschen gelegen sind. Die beinahe 130 Starkbebenseismometer befinden sich dagegen vorwiegend im städtischen Umfeld, um die durch starke Erdbeben ausgelösten Erschütterungen in Regionen mit erhöhtem Risiko zu messen. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Die Orte für die Stationen werden nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten ausgewählt. Es ist nicht nur wichtig, eine Station in der Nähe der erwarteten Erdbeben zu platzieren, sondern auch, das Netz der Stationen so aufzubauen, dass die seismisch aktiven Regionen aus allen Richtungen überwacht werden. Erdbeben lassen sich nur dann genau lokalisieren, wenn sie von mehreren Stationen in verschiedenen Entfernungen und Richtungen aufgezeichnet werden.
Beobachten Sie im Kurzfilm, wie der Schweizerische Erdbebendienst im Frühjahr 2014 im Felslabor Mont Terri eine seismische Station installiert hat: