Das Tohoku Erdbeben vom 11 März 2011 war das bisher stärkste Beben, welches sich im südjapanischen Graben seit Beginn der Messreihen ereignet hat. Mit einer Magnitude von 9.0 (Momenten-Magnitude) nimmt es den vierten Platz auf der Rangliste der stärksten Erdbeben weltweit ein. In der Schweiz ist ein Erdbeben mit einer Magnitude von 9.0 ausgeschlossen. Starke Beben mit schwerwiegenden Folgen können aber auch in der Schweiz jederzeit auftreten.
Weiterlesen...Obwohl Japan wie kein anderes Land auf Erdbeben und damit einhergehende Tsunamis vorbereitet war, verursachte das Beben unermesslich hohes Leid. Den guten Vorbereitungen in Japan ist es aber zu verdanken, dass ein dichtes Netzwerk an seismologischen Messstationen besteht. Die vor, während und nach dem Tohoku Erdbeben gesammelten Daten eröffnen Seismologen neue Möglichkeiten, wichtige Erkenntnisse zu gewinnen.
Trotz der intensiven Berichterstattung zu dem Tohoku-Beben und dem Beben in Christchurch am 22. Februar 2011 bleiben viele Fragen zu dem Wie und Warum ungeklärt. Prof. Domenico Giardini, Leiter des Schweizerischen Erdbebendienstes, und seine Kolleginnen und Kollegen, berichteten in der Woche nach dem Beben über den wissenschaftlichen Stand der Erkenntnisse zu den Beben, ihre seismologischen Folgen, und was wir daraus speziell auch für die Schweiz lernen können.