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Für den vormodernen Überwachungszeitraum vor 1975 listet der Erdbebenkatalog der Schweiz (ECOS, 2009) insgesamt 40 Erdbeben in einem Entfernungsbereich von 10 km um den Projektstandort Malménergie Naturelle auf. Elf dieser Erdbeben hatten eine auf leichte Schäden hinweisende Intensität von V oder höher. Die stärksten Ereignisse erreichten Magnituden von 5,2 Mw (1846, Mathod-Yverdon-les-Bains), 4,7 Mw (1898, St. Croix-Yverdon) und 5,0 Mw (1929, Bioley-Magnoux). Zu beachten ist, dass die Orte dieser Ereignisse auf Grundlage historischer Quellen geschätzt und nicht aus instrumentellen seismischen Aufzeichnungen abgeleitet wurden. Daher können die Unsicherheiten bei der Lokalisierung mehrere Dutzend Kilometer betragen.

Zwischen dem Beginn des modernen nationalen seismischen Netzes im Januar 1975 und Dezember 2021 wurden in derselben Region 22 Erdbeben vom SED aufgezeichnet. Ihre Magnituden reichen von 0,9ML bis 2,7ML, wobei acht Erdbeben Magnituden von über 2,0ML erreichten. Vertikal sind die Beben über die gesamte Erdkruste verteilt. Keines dieser Erdbeben fand in einem Umkreis von 2 km um den Projektstandort von Malménergie Naturelle statt. Die geschätzte Vollständigkeit des Erdbebenkatalogs für den modernen Überwachungszeitraum vor der Installation des neuen Netzes liegt im betreffenden Gebiet bei 1,6ML, und kleinere Erdbeben könnten übersehen worden sein.