Erdbebengefährdung und Risiko
In der Schweiz ist das Erdbebenrisiko das bedeutendste Risiko unter den Naturgefahren - bedeutender als Überschwemmungen oder Epidemien (KATARISK, 2003: Katastrophen und Notlagen in der Schweiz).
Die Erdbebengefährdung gibt die Wahrscheinlichkeit an, mit
der einer gewissen Stärke eines Erdbebens in einem bestimmten Gebiet innerhalb
eines bestimmten Zeitraumes auftritt.
Zur Bestimmung der seismischen Gefährdung verwenden Seismologen regionale Informationen aus der Erdbebengeschichte, der Tektonik und Geologie, historische Schadensbeschreibungen und Modelle der Wellenausbreitung. Die Erstellung und regelmässige Überarbeitung der seismischen Gefährdungsabschätzung der Schweiz zählt zu den Hauptaufgaben des Schweizerischen Erdbebendienstes.
Die Abschätzung der seismischen Gefährdung ist der erste Schritt, um das seismische Risiko zu beurteilen und zu begrenzen. Das seismische Risiko definiert sich als die Verknüpfung zwischen seismischer Gefährdung, des lokalem Untergrund, Faktoren der betroffenen Werte (Siedlungsdichte und Raumnutzung) und der Verletzbarkeit (speziell Bausubstanz und Infrastruktur).

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