Geschichte
Die Anfänge des SED gehen zurück auf die Gründung der Erdbebenkommission im Jahre 1878. 1914 übernimmt die Schweizerische Meteorologische Zentralanstalt den seismologischen Dienst in der Schweiz. 1956 wird der schweizerische Erdbebendienst dem Institut für Geophysik an der ETH Zürich angegliedert. Seit 2009 ist der SED als ausserdepartementale Einheit organisatorisch direkt dem Vizepräsidenten für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen unterstellt , bleibt aber dem Institut für Geophysik und dem Department Erdwissen-schaften assoziiert.
| 2009 | Der SED wird als ausserdepartementale Einheit organisatorisch direkt dem Vizepräsidenten für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen unterstellt. |
| 2009 | Neue Bundesratsbeschlüsse |
| 2004 |
Neue Erdbebengefährdungskarte der Schweiz |
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2004 |
Inbetriebnahme eines separaten, leistungsfähigen und hochverfügbaren Web-Servers (Cluster unter Linux) |
| 2003 |
Eröffnung der IMS-Station DAVOX mit Satellitenverbindung zur Atomteststopp-Organisation |
| 1999 | Das SED-Pikettpersonal wird neben Pager neu auch via SMS aufs Natel (Mobiltelefon) alarmiert |
| 1997 | Domenico Giardini wird Direktor des Schweizerischen Erdbebendienstes |
| 1997 | Übergang von redundanter Parallel-Datenerfassung zu einem Hochverfügbarkeits-System mit zwei Servern |
| 1997-2004 | Aufbau eines neuen Stationsnetzes mit hochdynamischen Breitbandseismometern; digitale Datenübertragung ins Datennetz des Bundesamtes für Informatik und Telekommunikation (BIT) |
| 1996 | Bundesratsbeschluss über die Unterzeichnung des Vertrages für ein vollständiges Verbot der Kernversuche (Atomteststopp-Vertrag, CTBT). Der SED wird beauftragt bei Davos eine seismische Station für das internationale Überwachungssystem aufzubauen und zu betreiben. |
| 1995 |
Erster Auftritt des SED im Wold-Wide-Web (WWW). Die allererste Webseite von 1995 ist nicht mehr eruierbar; eine Version von 1996 ist noch vorhanden. |
| 1992 |
Installation des schweizerischen Starkbebennetzes mit Beschleunigungssensoren zur Erfassung von stärkeren Bodenbewegungen. Bis 1998 wurden 59 Freifeld und 34 Stauanlagen Stationen errichtet.
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1983 |
Aufbau eines automatisierten Datenerfassungs- und Auswertungssystems:
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1982 |
Erdbebendienst wird Mitglied der Rettungskette Schweiz |
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1977 |
Publikation der ersten Erdbebengefährdungskarte der Schweiz (Saegesser und Mayer-Rosa) |
| 1974-1986 | Erdbeben werden auf einem Mikrofilm aufgezeichnet |
| 1974-2000 | Ein hochempfindliches seismisches Stationsnetz mit Funk-Telemetrie und zentraler Erfassung wird initiiert und bis im Jahre 2000 besteht es aus über 20 Stationen mit kurzperiodischen Sensoren |
| 1972-1998 | Dieter Mayer-Rosa leitet den Schweizerischen Erdbebendienst |
| 1971-1995 | Stephan Müller übernimmt die Leitung des Instituts für Geophysik und wird gleichzeitg Direktor des SED |
| 1969-1971 | Max Weber leitet den Schweizerischen Erdbendienst |
| 1956-1969 | Fritz Gassmann ist Direktor des Schweizerischen Erbebendienstes |
| 1956 |
Die Bundesversammlung verabschiedet am 7. Dezember 1956 ein Bundesgesetz, dass den Erdbebendienst der ETH Zürich (Institut
für Geophysik) unterstellt. Das Bundesgesetz tritt am 29. März 1957 in Kraft und legt folgende Aufgaben fest:
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| 1946 | Ausserordentlich starkes Erdbeben (Rossi-Forel Skala IX; Magnitude 6.1) bei Sierre verursacht grosse Schäden. Während normalerweise in der Schweiz rund ein Dutzend Erdbeben pro Jahr verspürt werden, stieg 1946 die Zahl auf über 517 (alle im Mittelwallis) |
| 1937 | A. Kreis und Ernst Wanner konstruieren einen Vertikalseismograph, um die langperiodischen Oberflächenwellen von Fernbeben besser erfassen zu können. |
| 1932 | Errichtung einer Erdbebenmessstation in Sion, ausgerüstet mit zwei Mainka-Horizontalseismographen, damit die aktive Region der Schweiz besser untersucht werden kann. |
| 1928-1955 | Ernst Wanner leitet den Schweizerischen Erdbebendienst |
| 1927 | F. Gassmann übernimmt die Leitung des Schweizerischen Erdbebendienstes |
| 1924 | Mit dem transportablen Seismograph von Alfred de Quervain-Piccard konnte im Wallis erstmals ein Nachbeben registriert werden und erlaubte präzise Aussagen über Laufzeit und Geschwindigkeit der P- und S-Wellen |
| 1922 |
Ein 21 Tonnen schwerer Universalseismograph wurde von de Quervain und Piccard entwickelt und im Degenried/ZH in Betrieb gesetzt.
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1918-1920 |
Ein transportabler Seismograph mit 3-Komponenten-Registrierung wird
nach Angaben von Alfred de Quervain und Auguste Piccard von der Firma
Trüb, Täuber & Co. gebaut.
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| 1915 | Errichtung einer dritten Erdbebenwarte (Bosch-Omori Horizontal-Seismograph) in Chur |
| 1913-1926 | Alfred de Quervain leitet den Schweizerischen Erdbebendienst |
| 1914 | Am 1. April übernimmt die Schweizerische Meteorologische Zentralanstalt den seismologischen Dienst in der Schweiz. |
| 1912 | Auflösung der Erdbebenkommission |
| 1911 | Eröffnung der ersten Erdbebenwarte im Degenried, Zürich, ausgerüstet mit dem Mainka Horizontal Seismograph (1911-1958) und dem Wiechert Vertikal-Seismograph (1911-1936). |
| 1911 | Am 21. September registriert die Erdbenbenwarte im Degenried das erste Erdbeben im Kanton Thurgau. |
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1911 |
Errichtung einer zweiten Erdbebenwarte (Mainka Horizontal-Seismograph) in Neuchâtel |
| 1908 | Der Bundesrat beschliesst die Erstellung der Erdbebenwarte Degenried durch die Eidgenossenschaft und eine Subvention von 12'000 Franken. |
| 1907 | Am 30.Juli beschliesst die Erdbebenkommission, nach jahrelangen Bestrebungen und durch eine grosszügige Spende von 10'000 Franken, eine Erdbebenwarte in Zürich zu errichten. |
| 1907 | Der erste Seismograph (Horizontal-Seismograph System Bosch-Omori) wird durch E. Dietz, ein deutscher Physiker, in Davos aufgestellt |
| 1906-1913 | J. Früh ist Präsident der Erdbebenkommision |
| 1904 | Beitritt der Schweiz zur Internationalen Seismologischen Assoziation |
| ab 1888 | Die Jahresberichte erscheinen in den Annalen der MZA |
| 1891-1905 | Robert Billwiller, Direktor der Meterologische Zentralanstalt (MZA), ist Präsident der Erdbebenkommission. |
| 1882 |
Rossi und Forel entwerfen eine makroseismische Skala mit 10 Intensitätsgraden, auch "Swiss-Italian Scale" genannt
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ab 1879 |
Regelmässsige Publikation von Jahresberichten über die Erdbebenaktivität in der Schweiz |
| 1878-1890 | A.Forster ist Präsident der Erdbebenkommision |
| ab 1878 |
Anlässlich der 61. Jahresversammlung der Schweizerischen
Naturforschenden Gesellschaft in Bern wird die Erdbebenkommission
gegründet (initiiert von Francis A. Forel, A.Forster, Albert Heim und
Ed. Hagenbach), mit Zentralstelle in Bern. Die Schweiz schuf damit, vor
Italien und Japan, als erstes Land eine offizielle, ständige
Organisation zur Beobachtung von Erdbeben. Das Programm der Kommission
umfasst folgende Tätigkeiten:
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