ShakeMap
Eine ShakeMap ist eine Darstellung der Bodenerschütterung, die durch ein Erdbeben ausgelöst wurde. Diese Information unterscheidet sich von den Angaben zu Erdbeben-Magnitude und Epizentrum. Eine ShakeMap stellt die tatsächliche Erschütterung an der Erdoberfläche dar und nicht die Parameter des Erdbebenherds.
Während ein Erdbeben durch eine spezifische Magnitude und ein Epizentrum beschrieben wird, variiert die dadurch ausgelöste Erschütterung in der betroffenen Region. Die Stärke (Intensität) der Erschütterung ist abhängig von der Entfernung zum Beben, den geologischen Eigenschaften des lokalen Untergrunds und den Unterschieden in der Ausbreitung der seismischen Wellen aufgrund der Heterogenität der Erdkruste.
Um die gemessene Bodenerschütterung mit den etablierten Erdbeben-Intensitäts Skalen in Beziehung zu setzen, wird die ShakeMap als Karte der ‘instrumentellen Intensität’ erstellt. Die klassische Erdbeben-Intensität beschreibt, wie ein Beben verspürt wurde und wie sich die Schäden verteilen. Um eine instrumentelle Intensität aus beobachteten Bodenbewegungen abzuleiten, müssen einige Annahmen getroffen werden, und das Verfahren muss gegen beobachtete makroseismische Intensitäten kalibriert werden.
Achtung: ShakeMaps werden nach mittleren und grossen Erdbeben automatisch produziert. Es handelt sich um vorläufige Erschütterungskarten, die normalerweise innerhalb von Minuten nach einem Erdbeben veröffentlicht werden. Bei der ersten Veröffentlichung sind sie noch nicht manuell kontrolliert. Da Bodenbewegung und Intensität kleinräumig stark variieren, handelt es sich bei ShakeMaps nur um Näherungen. In kleinerem Massstab gelten sie als unzulässig Letztendlich sind auch die Eingabe-Daten roh und nicht kontrolliert, und können Fehler enthalten.
Weitere Informationen finden Sie auf den ShakeMap Projektseiten (in Englisch).
