DE EN FR IT

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. Seine Hauptaufgaben sind die Überwachung der Seismizität der Schweiz und die Untersuchung der Erdbebengefährdung. Die Aktivitäten des SED sind im Massnahmenprogramm des Bundes zur Reduktion des Erdbebenrisikos eingebunden.

Aktuelle Erdbeben:  Schweiz /  Welt

EQ
Swiss map
Swiss Earthquake Map
Date Time
(UTC)
Lat Lon Mag Region
2012/02/21 01:52 46.30 7.33 0.8 St. Leonard / Switzerland
2012/02/20 17:16 45.79 7.05 1.5 M. Fallere / Italy
2012/02/20 06:31 46.46 10.68 1.9 Northern Italy
2012/02/20 05:44 46.39 10.79 1.9 Northern Italy
2012/02/20 04:15 46.39 10.79 2.1 Northern Italy
2012/02/19 15:10 46.31 7.33 0.6 St. Leonard / Switzerland
2012/02/18 16:29 46.43 8.55 0.7 Basodino / Switzerland
2012/02/18 09:04 47.14 8.56 1.6 Zug / Switzerland
gesamte Liste der Erdbeben
 
In der Schweiz verspürte Erdbeben der letzten 72 Stunden: Keine

 Aktuelles

Erdbeben_Zug

Erdbeben bei Zug

Am Samstag, 11. Februar 2012, um 23:45 hat sich zwischen
Zuger- und Ägerisee, in einer Tiefe von ca. 30 km, ein Erdbeben der Magnitude
4.2 ereignet. Das Beben ist in weiten Teilen der Deutschschweiz, im Berner
Jura, und bis ins Tessin verspürt worden. Vereinzelt sind kleinere Schäden
(Risse an Wänden und Decken) gemeldet worden, dies sollten aber Ausnahmen sein.
Am 14. Februar um 19:15 gab es ein kleines Nachbeben, welches aufgrund der geringen Magnitude von 1.1 nicht zu spüren war. Weitere Nachbeben wurden bis Mittwochnachmittag nicht verzeichnet.

Weitere Informationen zum Erdbeben bei Zug finden Sie unter SED aktuell.

Haben Sie das Erdbeben gespürt? Bitte melden Sie uns Ihre Beobachtungen.

Beitrag in der Tagesschau im SF.

12.02.2012

Erdbeben_27.01.12

Erneutes Erdbeben in Norditalien

Am Freitag 27. Januar 2012 hat um 15:53 Uhr Ortszeit in Norditalien die Erde wieder gebebt. Das Beben mit einer Magnitude von 5.4 ereignete sich zwischen Parma und La Spezia. Nach bisherigen Abschätzungen lag der Erdbebenherd in einer Tiefe von ca. 60 km.

Das Beben war etwas stärker und lag tiefer als jenes vom 25. Januar 2012, weshalb es in der Schweiz stärker und grossflächiger verspürt worden ist.

Erdbeben dieser Stärke sind in dieser Region nicht ungewöhnlich. Wahrscheinlich besteht kein direkter Zusammenhang zum Beben vom 25. Januar. Beide sind aber Ausdruck der tektonischen Situation rund um die Po-Ebene.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des INGV und auf jener des EMSC.

27.01.2012

Erdbeben_Norditalien

Erdbeben in Norditalien

Am 25. Januar 2012 ereignete sich um 09:06 Uhr in Italien, nordöstlich von Parma, ein Erdbeben mit einer Magnitude von etwa 5. Das Beben ist in Norditalien stark verspürt worden, und war auch in weiten Teilen der Schweiz spürbar, besonders im Tessin.

Meldungen über Schäden durch das Beben liegen bis jetzt nicht vor.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des INGV und auf jener des EMSC.

25.01.2012

Wiemer_Giardini

Wechsel an der Spitze des Erdbebendienstes

Zum Jahreswechsel hat Professor Domenico Giardini die Leitung des SED abgegeben. Bis zur Neubesetzung der Direktion hat die Schulleitung Professor Stefan Wiemer zum Direktor ad interim des SED ernannt.

01.2012

Anzahl_ErdbebenPlatzhalterGroesste_Magnituden

Erdbeben in der Schweiz im 2011: ein Rückblick

Im Jahr 2011 hat der Schweizerische Erdbebendienst in der Schweiz und unmittelbarer Umgebung (Karte) mehr als 500 Erdbeben registriert. Die Magnituden dieser Ereignisse lagen zwischen 0.1 und 3.3 (sogenannte Lokalmagnitude nach Richter). Obwohl die totale Anzahl registrierter Beben grösser war als in den vergangenen drei Jahren, gilt die Erdbebenaktivität des Jahres 2011 in der Schweiz und im nahen Ausland als vergleichsweise gering. Während in den vorangehenden 36 Jahren durchschnittlich 24 Beben auftraten, die eine Magnitude von mindestens 2.5 erreichten, waren es im vergangenen Jahr lediglich 10. Zudem wies nur 1981 das stärkste Erdbeben des Jahres eine geringere Magnitude auf als 2011.

Somit nahm die Bevölkerung 2011 nur drei Erdbeben deutlich wahr, nämlich die zwei in der Gegend von Sierre Anfang Januar 2011 (Magnitude 3.3 und 3.2) und das Beben bei Delémont (Magnitude 3.1) zwischen Weihnachten und Neujahr. Die Beben von Sierre waren Teil einer Bebensequenz von 31 Ereignissen, die sich über das ganze Jahr hinzog, wobei 16 Ereignisse allein in den ersten fünf Stunden der Sequenz aufgetreten sind. Ein weiteres Magnitude 3.3 Ereignis, das sich am 27. Januar bei Bregenz ereignete, lag mit einer Herdtiefe von 31 km so tief, dass es kaum verspürt wurde. Die Erde bebte im Jahr 2011 wie in den vergangenen Jahren am häufigsten im Wallis und in Graubünden, wobei auch im Tessin eine verstärkte Aktivität zu verzeichnen war.

Die Erdbebenaktivität des vergangenen Jahres lässt keine Schlüsse für 2012 zu, wo allein in den ersten zwei Tagen schon zwei Beben in Graubünden deutlich spürbar waren. Gerne informieren wir Sie auch dieses Jahr auf unserer Website in Echtzeit über aktuelle Erdbeben und wünschen Ihnen ein erschütterungsfreies 2012!

  epimap_2010_2


Erdbebenkarte der Schweiz 2011

01.2012

Erdbeben_Graubuenden

Kleine Erdbebensequenz bei Filisur GR

Seit dem Neujahrstag registriert der Schweizerische Erdbebendienst eine Serie von kleinen Erdbeben nordöstlich von Filisur, GR. Die bisher stärksten Beben hatten Magnituden von 3.2 (1. Januar, 16:33 Schweizer Zeit) und 3.5 (2. Januar, 02:42). Beide Ereignisse wurden teilweise deutlich verspürt. Insgesamt registrierte der SED bis zum 3. Januar abends 7 Beben, die alle nahe beieinander liegen. Die Herdtiefen sind mit grösseren Unsicherheiten behaftet. Die Ähnlichkeit der aufgezeichneten Signale deutet aber darauf hin, dass alle Herde in ungefähr der gleichen Tiefe zwischen ca. 5 und 10 km unter der Erdoberfläche liegen, wie auch frühere Beben in dieser Region.

Derartige Erdbeben-Serien sind in dieser Region nicht ungewöhnlich. Ob diese Sequenz ähnlich wie die Bebensequenzen von Sertig (2003) oder Paspels (2007 - 2009) über mehrere Monate andauern wird, oder in den nächsten Tagen zur Ruhe kommt, ist nicht abzusehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in näherer Zukunft zu einem stärkeren Erdbeben kommt, erhöht sich durch diese Serie jedoch nicht signifikant. Das letzte stärkere Beben (Magnitude 5), das auch kleinere Schäden an Gebäuden verursachte, ereignete sich im November 1991 in der Nähe von Vaz.

Auch wenn stärkere Erdbeben (Magnitude 5 bis 6) in der Schweiz selten vorkommen, können sie im Prinzip jederzeit überall auftreten.

Haben Sie eines der Erdbeben gespürt? Bitte melden Sie uns Ihre Beobachtungen.

Beitrag in der "Tagesschau" im SF.

01.2012