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Bauen

Etwa jedes fünfte Bauwerk in der Schweiz weist eine ungenügende Erdbebensicherheit auf.

(Emeritus Professor Hugo Bachmann, ehemaliger Leiter der Gruppe für Baudynamik und Erdbebeningenieurwesen am Institut für Baustatik und Konstruktion an der ETH Zürich)

 

erdbebensicheres_Bauen


Quelle: H.Bachmann


In der Schweiz gibt es erst seit 1989 eine fortschrittliche Baunorm für die Erdbebensicherung von Bauwerken. Diese garantiert einen guten Schutz. Bei früher errichteten Bauwerken ist die Erdbebensicherheit aber meistens nicht geklärt.

Bei einem Schadenbeben bewegt sich der Boden rasch hin und her und auch auf und ab. Die Fundamente der Bauwerke gehen mit diesen Bewegungen mit. Der obere Teil der Bauwerke aber kann diesen Bewegungen aufgrund seiner Massenträgheit nicht folgen. Es kommt zu starken Schwingungen und grossen Verformungen, die bis zum Einsturz des Gebäudes führen können.

Die schweizerische Erdbebenbaunorm SIA 261 sowie das SIA-Merkblatt 2018 geben an, wie neue Gebäude erdbebensicher gebaut werden können bzw. bei bestehenden Gebäuden die Erdbebensicherheit erhöht werden kann.