Risiko
Die Schweiz ist ein Land mit moderater Erdbebenaktivität, sie weist jedoch ein hohes Erdbebenrisiko auf.
Die Abbildung rechts zeigt die Epizentren der instrumentell aufgezeichneten Erdbeben von 1975 bis 2002 mit Magnitude ≥ 2.5 sowie der nachweisbaren Schadensbeben seit dem 13. Jahrhundert. In diesem Zeitraum wurden in der Schweiz etwa 10’000 Erdbeben verspürt, 12 davon haben grosse Schäden (Intensität ≥ VIII) verursacht. In der Schweiz resultiert die mittelstarke seismische Gefährdung aufgrund der dichten Besiedlung und der hohen Wertekonzentration bei gleichzeitig grosser Verletzbarkeit in ein vergleichsweise hohes Erdbebenrisiko.
Das gesamte Schadensrisiko aufgrund von Erdbeben berechnet sich aus der Verknüpfung der Gefährdung, des lokalen Untergrunds, der betroffenen Werte und deren Verletzbarkeit.
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Beschaffenheit des Untergrunds
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Seismische Gefährdung
Wo in der Schweiz wie oft mit wie starken Erdbeben zu rechnen ist, bildet die Karte rechts ab.
Die Schweiz weist im europäischen Vergleich eine mittlere Erdbebengefährdung auf. Das heisst auch in der Schweiz können starke Erdbeben auftreten. Sie sind jedoch selten. Allerdings ist die Erdbebengefährdung nicht überall gleich gross. Am stärksten gefährdet ist das Wallis, gefolgt von Basel, Graubünden und dem Alpennordrand. Regionen ganz ohne Erdbebengefährdung gibt es in der Schweiz nicht.
Beschaffenheit des Untergrundes
Die in der Gefährdungskarte dargestellte Gefährdung geht von einem harten, felsigen Untergrund aus. Bezüglich Gebäudeschäden sind jedoch weichere Böden problematischer.
Wo in der Schweiz weichere Böden vorhanden sind, zeigt die Karte des lokalen Untergrunds. Insbesondere Flusstäler und Seeufer werden wegen ihres weichen Untergrundes bis zu zehnmal stärker erschüttert als ein felsiger Standort: Vergleichen lässt sich weicher Untergrund mit einem Pudding: Ein leichter Stoss genügt, und schon wackelt er für ein paar Sekunden.
Betroffene Werte
Um das finanzielle Erdbebenrisiko einer Region zu berechnen, muss die Besiedelung in Form der gefährdeten Werte mitberücksichtigt werden. Je mehr Menschen in einem Gebiet leben, desto mehr Sachwerte und Gebäude sind vorhanden. Mit dieser Wertkonzentration steigt auch das Schadensrisiko.
Verletzbarkeit der Gebäude
Die Bauweise eines Gebäudes beeinflusst das Schadenrisiko entscheidend.
Ein nicht erdbebensicher gebautes Haus kann bereits bei einem mittelstarken Beben einstürzen, während ein besser konstruiertes Gebäude einem viel stärkeren Erdbeben standhält.
Stahlbetonbauten halten einem stärkeren Erdbeben stand und haben deshalb eine niedrige Verletzbarkeit. Gebäude aus Mauerwerk, die in der Schweiz weit verbreitet sind, sind hingegen anfälliger auf Erdbeben.
Erdbeben und Schadensrisiko
Das gesamte Schadensrisiko aufgrund von Erdbeben berechnet sich aus der Verknüpfung der Gefährdung, des lokalen Untergrunds, der betroffenen Werte und deren Verletzbarkeit.
Die Karte zeigt die Verteilung des finanziellen Erdbebenrisikos in der Schweiz. In den roten Gebieten ist bei einem 500-Jahre-Ereignis finanziell mit den höchsten Erdbebenschäden zu rechnen. In den grünen Gebieten sind die finanziellen Schadenfolgen am geringsten.






