Gefährdungskarte
Die Gefährdungskarte zeigt, wo in der Schweiz wie oft mit wie starken Erdbeben zu rechnen ist.
Die
Schweiz weist im europäischen Vergleich eine mittlere Erdbebengefährdung auf.
Das heisst, auch in der Schweiz können starke Erdbeben auftreten. Sie sind
jedoch selten. Am stärksten gefährdet ist das Wallis, gefolgt von Basel,
Graubünden und dem Alpennordrand. Regionen ganz ohne Erdbebengefährdung gibt es
in der Schweiz nicht.
Die seismische Gefährdungskarte für die Schweiz stellt den zu erwartenden Wert der horizontalen Bodenbeschleunigung für eine Wiederkehrperiode von 475 Jahren dar. Die Karte bezieht sich auf einen harten Felsuntergrund, die mögliche Erhöhung der Bodenbewegung aufgrund des lokalen Untergrundes muss an jedem Standort zusätzlich mit einberechnet werden. Allgemein entsprechen die zu erwartenden Bodenbeschleunigungen einer mittleren Gefährdung.


Die auf der Karte dargestellte Frequenz von 5 Hertz wurde ausgewählt, weil
sie im Mittel der Eigenfrequenz von Gebäuden mit 2 bis 5 Stockwerken
entspricht. Diese machen den grössten Anteil der schweizerischen Bauwerke aus.
Gebiete
moderater seismischer Gefährdung sind in der Karte blau bis grün dargestellt.
Dort erwartet man innerhalb der nächsten 475 Jahre im Mittel geringere Bodenbeschleunigungen
und Schäden. In Zonen mit höheren seismischen Gefährdung (orange bis rot) sind
stärkere Bodenbeschleunigungen und Schäden zu befürchten. Dies sind
mehrheitlich Gebiete, in denen bereits in den letzten 800 Jahren grosse
Erdbeben aufgetreten sind: das Wallis, die Region Basel, Graubünden und die
Alpine Front.
