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Projekt

Im Rahmen des Forschungsprojektes GEOBEST-CH überwacht der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich mit drei zusätzlichen Messstationen das hydrothermale Geothermieprojekte in Lavey-les-Bains (VD) im Rhonetal. Ziel der Überwachung ist einerseits, die Kenntnisse über die natürliche, lokale Seismizität zu verbessern, bevor ab 2019 das Bohrloch erstellt und anschliessend die Anlage betrieben wird. Andererseits soll die Überwachung dabei helfen, Erdbeben schnell und genau zu detektieren sowie abzuklären, ob diese in Zusammenhang mit dem Geothermieprojekt stehen oder natürlichen Ursprungs sind.

Die Firma AGEPP (Alpine Geothermal Power Production) plant in Lavey-les-Bains (VD) im Rhonetal ein hydrothermales Tiefengeothermieprojekt mit einem bis zu 3’000 Metern tiefen Bohrloch. Dies dient dazu, natürlich vorhandenes, heisses Wasser aus der Tiefe zu fördern, um Strom und Wärme zu produzieren. Eine Besonderheit des geplanten Projekts besteht darin, dass geothermales Wasser zwar aus dem Untergrund entnommen, aber nicht wieder zurückgepumpt wird. Das abgekühlte und gereinigte Thermalwasser wird anschliessend dem Wasserkraftwerk Lavey und damit der Rhone zugeleitet. Da in der Vergangenheit induzierte Beben bei Tiefengeothermieprojekten primär beim Einpressen von Wasser in den Untergrund aufgetreten sind, ist gemäss Risikostudie des Betreibers und Einschätzung des Kanton und SED, das Risiko von induzierten Beben bei diesem Projekt geringer als bei den vergangenen Tiefengeothermieprojekten in Basel und St. Gallen.

Weitere Informationen über das Geothermieprojekt: www.agepp.ch.